BR24 Logo
BR24 Logo
Wirtschaft

Arbeitnehmer in Bayern schenken ihren Chefs viel Geld | BR24

© BR/Felix Lincke

Die Beschäftigten in Bayern leisten jedes Jahr rund 160 Millionen Überstunden. Doch viele davon werden nicht bezahlt, darauf weist die Gewerkschaft NGG hin. Damit schenken die Arbeitnehmer ihren Chefs rund 2,5 Milliarden Euro.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Arbeitnehmer in Bayern schenken ihren Chefs viel Geld

Die Beschäftigten in Bayern leisten jedes Jahr rund 160 Millionen Überstunden. Doch viele davon werden nicht bezahlt, kritisiert die Gewerkschaft NGG. Damit schenken die Arbeitnehmer ihren Chefs rund 2,5 Milliarden Euro.

1
Per Mail sharen
Teilen

Etwa 100 Millionen der Überstunden in Bayern werden nicht vergütet. Das hat das Pestel-Institut im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ermittelt. Die Auswertung des "Überstunden-Monitors" ergab zudem, dass in Bayern etwa ein Zehntel der bundesweiten Überstunden geleistet werden.

Minijobber machen besonders viele Überstunden

Besonders oft passiert das der Gewerkschaft zufolge bei 450 Euro-Jobs. Die Minijobber bekommen eine Pauschale, laut Studie werden ihnen besonders viele Überstunden abverlangt. Diese Zeiten würden häufig nicht bezahlt oder schwarz abgerechnet. In der Gastronomie ist ein Großteil der Mitarbeiter auf Basis solcher Minijobs tätig wie Aushilfen oder Saisonarbeiter.

Gewerkschaft beklagt Überstunden in Hotels und Gaststätten

Unter dem Stichwort "Flexibilität" findet in Gaststätten und Hotels viel Arbeit spät abends, am Wochenende und an Feiertagen statt. Solche Stunden würden ebenfalls oft nicht ordentlich abgerechnet, so der Vorwurf der NGG. Die Gewerkschaft fordert deshalb die 300.000 Beschäftigten der Branche in Bayern auf, ihre Arbeitszeiten genau aufzuschreiben.

In der vergangenen Woche startete die NGG die bundesweite Kampagne #fairdienst. Sie soll den 1,6 Millionen Beschäftigten im Gastgewerbe eine Stimme geben.