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Arbeitgeber fordern vom Staat mehr Geld für Riester-Rente | BR24

© picture alliance / dpa

Modellfiguren eines Rentnerpaares auf einer Bank sitzend stehen auf einem Stapel Münzen.

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    Arbeitgeber fordern vom Staat mehr Geld für Riester-Rente

    Die Arbeitgeber fordern eine Aufstockung der staatlichen Förderung zur Riester-Rente um fast ein Viertel. Außerdem sollen die Beiträge - auch für Betriebsrenten - künftig besser von der Steuer abgesetzt werden können.

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    Der Zuschuss pro Riester-Vertrag sollte von 154 Euro auf 200 Euro im Jahr erhöht werden. Das sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, der "Rheinischen Post".

    Zudem solle die steuerliche Absetzbarkeit der Riester-Beiträge von derzeit 2.100 Euro auf 3.000 Euro jährlich angehoben werden. Die Riester-Rente brauche 15 Jahre nach ihrer Einführung neue Impulse, damit sie für Arbeitnehmer attraktiver werde, sagte Kampeter. Sie sei angesichts von über 16 Millionen Riester-Verträgen aber keinesfalls gescheitert.

    Höhere Abschreibungen bei Betriebsrenten

    Auch bei den Betriebsrenten muss der Staat nach Ansicht der Arbeitgeber die Bedingungen verbessern. Der Fiskus stellt bisher maximal vier Prozent des Brutto-Lohns pro Jahr steuer- und abgabenfrei, wenn das Geld in die betriebliche Altersvorsorge fließt. "Dieses Limit der Entgeltumwandlung sollte auf acht Prozent erhöht werden". Das ermutige zu mehr Vorsorge, so Kampeter. Eine "Zwangs-Betriebsrente" lehnt der BDA-Hauptgeschäftsführer allerdings ab. Sie würde viele kleine und mittlere Unternehmen in den Ruin treiben.

    Die Riesterrente gibt es seit 2002. Die geförderte Privatvorsorge soll das sinkende Niveau gesetzlicher Renten ausgleichen. Wer einen Teil seines Einkommens in eine Riester-Altersvorsorge investiert, erhält einen staatlichen Zuschuss oder muss weniger Steuern zahlen. Die Riester-Verträge stehen aber unter anderem wegen der hohen Kosten und des Bürokratie-Aufwands in der Kritik.