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Abrechnungsbetrug: Fallzahlen wegen Corona offenbar gesunken

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    AOK: Corona lässt Zahlen zu Abrechnungsbetrug sinken

    Die gesetzlichen Krankenkassen versuchen, gegen falsche Abrechnungen vorzugehen. Bei der größten Kasse in Bayern, der AOK, sind die Verdachtsfälle 2020 deutlich gesunken. Dahinter dürfte aber ein Sondereffekt wegen der Corona-Krise stecken.

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    Von
    • Nikolaus Nützel

    Behandlungen, die falsch abgerechnet werden – Pflegeleistungen ambulanter Dienste, bei denen das Personal nicht die notwendige Qualifikation hat: Die Spannbreite von betrügerischen Abrechnungen im Gesundheitswesen ist groß. Bei der mit einem Marktanteil von über 40 Prozent mit Abstand größten Kasse im Freistaat, der AOK Bayern, sind im vergangenen Jahr 1.280 neue Verdachtsfälle bekannt geworden, wie die Kasse auf BR-Anfrage mitteilte. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel.

    Rückgang wohl leider nur Sondereffekt

    Doch dieser Rückgang hat nach Ansicht der AOK nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass es tatsächlich weniger Betrugsversuche gibt. Vielmehr sei es während der Lockdown-Phasen im vergangenen Jahr schwieriger gewesen, Prüfungen vorzunehmen.

    Eine Zunahme der Verdachtsfälle beobachtet die Kasse vor allem bei ambulanten Pflegediensten. Das Volumen der betrügerischen Abrechnungen blieb mit 8,1 Millionen Euro in etwa genauso hoch wie im Vorjahr. Insgesamt hat die AOK Bayern Ausgaben von rund 15 Milliarden Euro im Gesundheitswesen und mehr als zweieinhalb Milliarden in der Pflege.

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