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Anprobe im Netz - Onlinehandel setzt auf virtuelle Umkleide | BR24

© Ralf Schmidberger, BR

Onlinehändler lassen sich immer Neues einfallen, um Versandkosten zu sparen: Die Umkleidekabine im Internet ist der neueste Trend.

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Anprobe im Netz - Onlinehandel setzt auf virtuelle Umkleide

Online-Modehändler haben ein Riesenproblem: die Kunden bestellen viel und schicken fast die Hälfte wieder zurück. Da fallen hohe Versandkosten an. Um diese zu senken, setzen Onlinehändler auf einen neuen Trend: die virtuelle Umkleidekabine.

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Die Jeans in Größe 31 oder lieber in 32 bestellen? Damit der Kunde zum richtigen Modell greift, versuchen es manche Händler mit genauen Beschreibungen und Maßen. Einige Shops fragen auch nach der Marke und dem Modell einer vorhandenen Hose, die dem Kunden richtig gut passt - und richten danach ihre Größenempfehlungen aus.

App ersetzt Umkleide

Noch einen Schritt weiter geht der japanische Modehändler Zozo: Er bietet eine App, mit der die Kunden ihre genauen Körpermaße ermitteln. Mit dem Smartphone kann man sich von Kopf bis Fuß scannen. Dabei werden von der Kragenweite bis zur Beinlänge alle Daten erfasst.

Auch die britische Firma Metail hat eine Art virtuelle Umkleide entwickelt: Mit den Angaben über Gewicht, Körpergröße und –form können die potenziellen Käufer an einem virtuellen Modell sehen, ob die gewünschte Kleidung passt.

"Unsere Präzision liegt zwischen 92 und 96 Prozent. Das Modell ist also nahezu die Realität." Wolfgang Jung, Onlinehandelsexperte

Nächster Schritt: Avatar geht einkaufen

Laut dem Onlinehandelsexperten Jung ist der nächste Schritt: Die Kunden fotografieren sich selbst. Dann kann praktisch der eigene Avatar am Bildschirm das neue Kleidungsstück anprobieren.