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Annehmen oder ablehnen? Frist für VW-Vergleich läuft heute ab | BR24

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Für Hundertausende Geschädigte im Dieselskandal ist heute ein wichtiger Stichtag. Denn wer sich der Musterfeststellungsklage angeschlossen hatte, muss sich jetzt entscheiden: das Vergleichsangebot annehmen oder ablehnen?

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Annehmen oder ablehnen? Frist für VW-Vergleich läuft heute ab

Für Hunderttausende Geschädigte im Dieselskandal ist heute ein wichtiger Stichtag. Denn wer sich der Musterfeststellungsklage angeschlossen hatte, muss sich jetzt entscheiden: das Vergleichsangebot annehmen oder ablehnen?

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Von
  • Tobias Brunner

Das vorliegende Angebot hat Volkswagen mit dem Verbraucherzentrale-Bundesverband ausgehandelt. Bis Mitternacht haben die Berechtigten noch Zeit. Bis zu 6.257 Euro zahlt Volkswagen jedem Geschädigten – je nach Modell und Alter des Autos. In jedem Fall aber sind es 1.350 Euro, das ist der Mindestbetrag.

Ihre individuelle Entschädigungssumme erfahren Berechtigte, indem sie sich auf einer eigenen Internetseite anmelden und dort ihre Dokumente hochladen. Von den etwa 260.000 haben das laut VW schon fast 90 Prozent gemacht. Das heißt aber noch nicht, dass alle das Angebot auch annehmen werden. Eine erste Zahl, wie viele es sind, will der Autobauer heute Vormittag bekannt geben.

Viele schrecken vor eigenen Klage zurück

Wer sich gegen den Vergleich entscheidet, kann selbst noch einmal klagen. Für viele Beteiligte dürfte das aber keine Option sein. Denn sie haben meist keine Rechtsschutzversicherung – und hatten sich auch genau deshalb ursprünglich der Musterfeststellungsklage angeschlossen: um das finanzielle Risiko einer eigenen Klage auszuschließen.

Wer aber noch einmal vor Gericht zieht, für den ist auch wichtig, wie der Bundesgerichtshof entscheidet. Der will in den nächsten Monaten gleich in vier Fällen urteilen – das erste Verfahren beginnt Anfang Mai. Eine solche höchstrichterliche Entscheidung gibt es im Dieselskandal nämlich immer noch nicht – doch an ihr dürften sich in Zukunft auch andere Gerichte orientieren.

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