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Gute wirtschaftliche Ausblicke auf der Hauptversammlung von AMS: Doch hinter den Kulissen grummelt es.

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AMS-Konzern regiert bei Osram in München durch

Gute wirtschaftliche Ausblicke auf der Hauptversammlung von AMS: Doch hinter den Kulissen grummelt es. Denn Osram soll in die AMS integriert werden. Osram-Mitarbeiter sind mit dem Vorgehen der neuen Eigner zunehmend unzufrieden.

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Von
  • Stephan Lina

Hauptversammlung beim österreichischen Technologiekonzern AMS: Auf den ersten Blick wirkt die gemeinsame Zukunft des Halbleiterherstellers AMS und der Osram Licht AG regelrecht harmonisch. Die wirtschaftlichen Aussichten sind gut und nach der Übernahme der Münchner durch die erheblich kleinere AMS soll ein neuer Name über dem Unternehmen stehen, der Gleichberechtigung ausstrahlt: AMS Osram.

Führungskräfte bei Osram verabschieden sich

Doch in Wirklichkeit regieren die AMS-Manager im Osram-Tower in München durch. Das zeigt sich unter anderem in einem regelrechten "Exodus" der Spitzenkräfte von Osram. Der langjährige Konzernchef-Chef Olaf Berlien wurde bereits verabschiedet. Ende des Monats geht nun auch die bisherige Finanzchefin Kathrin Dahnke.

Beide Posten werden künftig quasi nebenbei von AMS-Finanzchef Ingo Bank miterledigt. In den Augen vieler altgedienter Osram-Mitarbeiter wirkt das, als sei ihr Unternehmen nur noch eine Abteilung des neuen Eigners ohne jeden selbständigen Einfluss.

Österreicher wollen Osram von der Börse nehmen

Auch formal will AMS die Macht bei Osram vollständig übernehmen. Noch zwei Wochen läuft ein Angebot an die verbliebenen Osram-Aktionäre, ihre Anteilsscheine an die Österreicher zu verkaufen. Erklärtes Ziel ist es, Osram dann auch von der Börse zu nehmen. Dafür wollen die Österreicher nochmal 1,38 Milliarden Euro in die Hand zu nehmen.

Weltweit führender Anbieter für Sensorlösungen und Photonik

Der kleinere Technologiekonzern aus Österreich hätte Osram dann komplett geschluckt. Nach der Übernahme von Osram, verfolgt AMS das Ziel ein weltweit führender Anbieter für Sensorlösungen und Photonik zu werden. AMS, das seinen Sitz auf dem Gelände eines österreichischen Schlosses hat, beschäftigt weltweit rund 8.500 Mitarbeiter und verfügt über ungefähr 3.000 Patente.

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