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AMS kann Osram übernehmen | BR24

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Der Halbleiterhersteller AMS sieht sich bei der Übernahme des deutschen Leuchtenherstellers Osram am Ziel. AMS habe die Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent der Aktien überschritten. Osram habe die AMS-Führungsspitze zu "Zukunftsgesprächen" geladen.

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AMS kann Osram übernehmen

Der Halbleiterhersteller AMS sieht sich bei der Übernahme des deutschen Leuchtenherstellers Osram am Ziel. AMS habe die Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent der Aktien überschritten. Osram hat die AMS-Führungsspitze zu "Zukunftsgesprächen" geladen.

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Beim zweiten Versuch hat es nun geklappt. AMS hat sein eigenes Übernahmeziel erreicht und die Mindestannahmeschwelle von 55 Prozent bei Osram überschritten. Ein erster Versuch war genau daran gescheitert. Auch dieses Mal wurde es eng.

Quasi in letzter Minute haben offenbar einige Fonds dem österreichischen Sensorhersteller ihre Anteile am Münchner Lichtspezialisten angedient, so dass die Mindestannahmeschwelle überschritten wurde. Wie viele Anteile den Österreichern nun genau angedient wurden, soll erst am nächsten Dienstag bekannt gegeben werden.

Restliche Osram-Aktionäre haben bis Heiligabend Bedenkzeit

Die restlichen Osram-Aktionäre haben noch einmal zwei Wochen - bis Heiligabend - Zeit, ihre Papiere ebenfalls an AMS zu verkaufen. Nun wollen sich beide Seiten treffen, um über die Zukunft zu beraten. Die Führung von AMS will durch den Zusammenschluss ein Unternehmen schaffen, dass in Europa stationiert ist und weltweit technologisch führend bei Sensorlösungen und Photonik wird, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Man versprach, dabei eng mit Osram zusammen arbeiten zu wollen. Bei der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz DSW begrüßt man die geplante Fusion. Beide Unternehmen hätten sich strategisch angenähert. Ein Zusammenschluss mache auch unternehmerisch Sinn, sagte Daniela Bergdolt von der DSW dem Bayerischen Rundfunk.

Endlich Unsicherheit beseitigt

Den Arbeitnehmern von Osram dagegen dürfte es nicht gefallen, dass AMS nun am Ziel ist. Die IG Metall wehrt sich vehement gegen einen Zusammenschluss, sie befürchtet einen großen Stellenabbau. Osram hat in Bayern Standorte in München, Augsburg, Eichstätt, Regensburg und Schwabmünchen.