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AMS bietet erneut für Osram | BR24

© pa / dpa / Bildagentur-online

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AMS bietet erneut für Osram

Die beiden Finanzinvestoren, die Osram übernehmen wollen, bekommen nun doch Konkurrenz aus Österreich: Der Chiphersteller AMS bietet 38,50 Euro je Aktie. Bain Capital und Carlyle hatten nur 35 Euro geboten.

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Die Fondstochter der Allianz hatte als Großaktionärin von Osram das Angebot von Bain Capital und Carlyle abgelehnt - genau wie die SdK, die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Die Chefetage von Osram hatte sich hingegen ebenso wie die IG Metall klar für das Übernahmeangebot der beiden Finanzinvestoren ausgesprochen.

Die Offerte wird geprüft

Nun heißt es in der Konzernzentrale und auch bei der IG Metall in München, das neue Angebot von AMS aus der Steiermark müsse erst geprüft werden. AMS hat in einer telefonischen Pressekonferenz sein strategisches Interesse an Osram deutlich gemacht – und auch eine Stärkung des Standorts Regensburg in Aussicht gestellt. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk bekräftigte AMS auf Anfrage, die LEDs, die Osram derzeit in Malaysia herstellt, sollten zentral in Regensburg produziert werden. Dort könnten so auch neue Arbeitsplätze entstehen. AMS produziert selbst in Österreich und in Singapur.

Der Preis könnte noch steigen

Mit UBS und HSBC stehen zwei prominente Banken bereit, um AMS das benötigte Kapital zu leihen. Interessant für AMS ist vor allem das Autozuliefer- und Photonik-Geschäft von Osram. Durch die Zusage, zunächst kein offizielles Übernahmeangebot abzugeben, bekam AMS Einblick in die Bücher. Diese Vereinbarung kann nur vom Osram-Vorstand wieder aufgehoben werden. Ein Analyst lässt sich mit den Worten zitieren, die Pläne von AMS seien strategisch sinnvoll. Da einflussreiche Großaktionäre aber zu deutlich höheren Kursen bei Osram eingestiegen seien, könne es sein, dass AMS noch eine Schippe drauflegen müsse.