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Wirtschaft

Amazon stoppt "Dash"-Bestellknöpfe | BR24

© dpa-Bildfunk

Aus für physische Dash-Buttons

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    Amazon stoppt "Dash"-Bestellknöpfe

    Amazon stellt den Verkauf seiner physischen "Dash"-Bestellknöpfe zum schnellen Nachordern von Alltagsartikeln weltweit ein. Statt der Hardware-Knöpfe will sich der Online-Händler künftig auf verwandte digitale Dienste konzentrieren.

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    Der Online-Händler Amazon drückt den Aus-Knopf für seine Dash-Buttons. Die Hardware-Knöpfe zum Nachbestellen von beispielsweise Waschmittel, die man sich an Geräte kleben konnte, wird es nicht mehr geben. Natürlich will der Versandriese weiter Verbrauchsartikel per Knopfdruck verkaufen - allerdings nur noch virtuell.

    Amazon setzt künftig auf virtuellen Dash-Button

    Es wird digitale Dash-Buttons geben, die man sich auf der Amazon-Website oder in der App einrichten kann. In den USA können Hersteller von Hausgeräten solche digitalen Knöpfe inzwischen auch in die Displays ihrer Technik integrieren. "Wenn man jetzt einen Dash-Button zuhause hat, bleibt er natürlich funktionsfähig", betonte Amazon-Manager Tim Freystedt.

    Oberlandesgericht München erklärte Dash-Buttons für unzu­lässig

    Für Deutschland hat die Entscheidung eine besondere Brisanz. Amazon hatte im Januar in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München einen Rechtsstreit mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen um die Knöpfe verloren. Die Richter entschieden, dass Amazon gegen Gesetze zum Online-Handel verstoße, weil beim Einkauf klare Informationen zu Inhalt, Preis und der Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlten. Die Buttons, die an eine Türklingel erinnern, haben nur das Logo des Anbieters eines Produkts und den Knopf, der eine Bestellung auslöst.

    Einkaufen per Alexa und Smart Devices statt Dash-Button

    Das weltweite Aus für den Dash-Button sei keine Folge der Niederlage in München, betont Amazon. Grund sei, dass Kunden die anderen Angebote zum Nachordern zunehmend nutzten. Amazon hat auch den "Dash Replenishment Service", bei dem vernetzte Haushaltsgeräte automatisch nötige Verbrauchsmittel nachbestellen. Außerdem können Kunden auch per Sprachbefehl an die Alexa-Assistentin zum Beispiel in Amazons Echo-Lautsprecher Artikel nachordern.

    Amazon möchte juristischen Streit fortsetzen

    Den juristischen Streit um die Knöpfe will Amazon trotz des Verkaufsstopps durchfechten. "Wir werden nach wie vor gegen die Entscheidung des OLG Rechtsmittel einlegen, weil wir sie für innovationsfeindlich und falsch halten", sagte Freystedt.

    Tüftler bauten die Dash-Buttons für Smart Home um

    Bastler funktionierten die Knöpfe zum Teil um, so dass sie damit zum Beispiel smarte Lampen im vernetzten Zuhause steuern konnten. Die speziell für solche Anwendungsfälle gedachte Version des Knopfs für Entwickler wird weiter angeboten.