Eine Frau fährt bei Sonnenaufgang mit einem Fahrrad über eine Straße

Helmpflicht gefordert: Die Allianz hat festgestellt, dass jede zweite tödliche Verletzung von Zweiradfahrern eine Kopfverletzung ist.

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    Allianz: Zweiradfahren wird riskanter

    Allianz: Zweiradfahren wird riskanter

    Alle zwei Jahre veröffentlichen die Unfallforscher der Allianz eine Studie zum Straßenverkehr. Die diesjährige Studie zeigt: Rad- und Motorradfahrer leben auf Deutschlands Straßen gefährlicher als andere Verkehrsteilnehmer.

    In den vergangenen Jahren ist der Straßenverkehr immer sicherer geworden. Beim Zweiradverkehr sehen Unfallforscher allerdings großen Handlungsbedarf.

    Helmpflicht gefordert

    40 Prozent aller Verkehrstoten und fünfzig Prozent der Schwerverletzten sind Zweiradfahrer, wie eine Allianz-Studie zeigt. Dass hier die Zahl der Opfer in den vergangenen Jahren im Gegensatz zum PKW-Verkehr sogar gestiegen ist, liegt an den E-Bikes. Christoph Lauterwasser, Leiter des Allianz Zentrums für Technik, spricht sich deshalb für eine Helmpflicht aus.

    "Jede zweite tödliche Fahrradverletzung ist eine Kopfverletzung und wir haben auch aus Metastudien gesehen, dass der Fahrradhelm eindeutig hilft den Kopf zu schützen. Wir haben bei Nacht doppelt so viele ohne Helm wie mit", sagt Lauterwasser. Laut Befragung lehnen Menschen, die älter sind als 75 Jahre, den Helm am häufigsten ab.

    Besonders Kreuzungen gelten als Gefahr

    Zudem wurde festgestellt, dass knapp 60 Prozent der getöteten Fahrradfahrer über 64 Jahre alt sind. Besonders gefährlich sind die Kreuzungen: Mehr als ein Drittel der Unfälle mit Zweirädern passieren dort. Mangelhafte Beleuchtung sei auch nach wie vor ein Thema, sagen die Unfallforscher.

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