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Allianz: US-Hedgefonds-Skandal belastet Nettogewinn

Allianz: US-Hedgefonds-Skandal belastet Nettogewinn

Die Allianz sieht sich auf Kurs. Vor allem die Sparte Schaden- und Unfall verzeichnet hohe Zuwächse. So strebt der Münchner Versicherer weiterhin einen operativen Jahresgewinn von etwa 13 Milliarden Euro an. Ein Skandal trübt aber die Bilanz.

Bei der Allianz muss man genau hinschauen: Beim operativen Gewinn, also vor Steuern und sonstigen Abzügen, befindet sich das Unternehmen weiter auf Rekordkurs, da alle Sparten gut laufen. Sprich: es wurden mehr Kfz-, Unfall– oder Sachversicherungen verkauft.

Hohe Abschreibungen belasten Nettogewinn

Beim Nettogewinn schaut es anders aus. Die Gewinne aus dem Tagesgeschäft werden durch die Belastungen aus dem amerikanischen Hedgefonds-Skandal geschmälert, der den Versicherer im vergangenen Jahr erschütterte. Im ersten Quartal musste die Allianz Abschreibungen im Wert von 5,6 Milliarden Euro vornehmen. Deshalb hat sich der Nettogewinn von Januar bis Ende Juni auf 2,3 Milliarden Euro verringert.

Der Versicherer hat in diesem Zusammenhang schon vor Monaten seine Aktionäre zu beruhigen versucht: Der Skandal sei durch die hohen Abschreibungen abgeschlossen, verkündete Konzernchef Oliver Bäte. Da die verantwortliche US-Tochter abgewickelt wird, entstanden im zweiten Quartal noch einmal Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro.

Die Dividende soll nicht gekürzt werden. Zuletzt erhielten die Aktionäre 10,80 Euro je Aktie.

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