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Die Allianz hat im vergangenen Jahr weniger verdient – wegen Corona. Trotzdem ist der Münchner Konzern bislang gut durch die Pandemie gekommen. Schon dieses Jahr soll wieder ein Rekordjahr werden, wie es auf der Aktionärs-Hauptversammlung hieß.

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Allianz rechnet 2021 mit Rekordgewinn

Die Allianz hat im vergangenen Jahr weniger verdient – wegen Corona. Trotzdem ist der Münchner Konzern bislang gut durch die Pandemie gekommen. Schon dieses Jahr soll wieder ein Rekordjahr werden, wie es auf der Aktionärs-Hauptversammlung hieß.

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  • Rigobert Kaiser

Wegen Corona hat die Allianz im vergangenen Jahr operativ 1,3 Milliarden Euro weniger verdient. Ohne die Pandemie, betont Konzern-Chef Oliver Bäte, hätte man die Rekorde aus 2019 deutlich übertroffen. Das laufende Jahr soll mit einem Gewinn von rund zwölf Milliarden wieder ein Rekordjahr werden.

Allianz hat Corona gut überstanden

Die Allianz hat das Coronajahr 2020 damit gut überstanden. Entspannt konnte Oliver Bäte seinen Aktionären auf der Online-Hauptversammlung berichten.

"Ihre Allianz ist robust, sie kann starke Schocks ausbalancieren. Sie bleibt auf Kurs, wenn es darauf ankommt." Oliver Bäte, Allianz-Chef

Die Belastung von 1,3 Milliarden Euro aus der Corona-Pandemie sei der einzig negative Effekt gewesen. Denn ohne den Corona-Effekt übersteige das operative Ergebnis sogar den Rekordwert vom Vorjahr, so Bäte.

2021 wieder Rekordgewinn angepeilt

2021 peilt der Münchener Versicherer jetzt - mit dem operativen Gewinn von rund zwölf Milliarden Euro - einen neuen historischen Bestwert an. Die Aktionäre dürfte dieser Optimismus freuen, denn die Allianz ist hinsichtlich der jährlichen Dividende eine verlässliche und lukrative Größe unter Deutschlands Topkonzernen. Bäte kündigt seinen Aktionären deshalb auch an, dass die Ausschüttung weiterhin jedes Jahr steigen oder zumindest gleich bleiben solle. Für 2020 soll es 9,60 Euro geben.

Streit um Lockdown für die Gastronomie

Der negative Corona-Effekt machte sich vor allem bei der Schadensversicherung bemerkbar. Hier geht es zum Beispiel um die Frage, ob die Schäden, die durch die staatlich verordneten Lockdowns entstanden sind, reguliert werden müssen.

Geklagt haben etliche Gastronomen. Ein Hotelier vom Tegernsee scheiterte mit einer Millionenklage vor dem Münchner Landgericht. Das Gericht folgte im Wesentlichen der Argumentation der Allianz, die auf dem Standpunkt steht, man könne "nur für Risiken einstehen, die auch gedeckt sind und bezahlt werden."

Vermutlich wird sich eines Tages der Bundesgerichtshof mit dem Problem befassen, dass eine Pandemie dieses Ausmaßes in den alten Verträgen nicht berücksichtigt wurde. Die Allianz hat ihren Kunden neue Verträge angeboten. Droht aber recht offen damit, dass die alten gekündigt werden, wenn die Kunden das neue Angebot nicht annehmen. Hier arbeite man an Lösungen, betonte Bäte. Der Branchenverband GDV hat zuletzt Lösungsvorschläge erarbeitet.

Allianz-Mitarbeiter erhalten einen extra Urlaubstag

Die Allianz blickt positiv in die Zukunft. Vom Erfolg sollen aber nicht nur die Aktionäre etwas haben. Die Mitarbeiter, die sich weltweit zum Großteil im Homeoffice befinden, erhalten einen zusätzlichen Urlaubstag. Außerdem soll ihnen so schnell wie möglich ein Impfangebot unterbreitet werden. Seit Mitte April werde beispielsweise die Belegschaft in Frankreich geimpft. Und in Deutschland sei man seit langem bereit, könne loslegen, sobald der Impfstoff da sei.

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