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Der Versicherungskonzern Allianz baut seine Deutschlandtochter um. Sie wird in drei eigenständige Gesellschaften aufgespalten. Damit sollen Kooperationen mit anderen Landesgesellschaften erleichtert werden. Ein Stellenabbau ist nicht geplant.

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Allianz Deutschland wird zur Finanzholding umgebaut

Der Versicherungskonzern Allianz baut seine Deutschlandtochter um. Sie wird in drei eigenständige Gesellschaften aufgespalten. Damit sollen Kooperationen mit anderen Landesgesellschaften erleichtert werden. Ein Stellenabbau ist nicht geplant.

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Von
  • Stephan Lina
  • BR24 Wirtschaft

Gut 16.000 Mitarbeitern der Allianz Versicherung in Deutschland steht eine Zäsur bevor: Die große deutsche Landesgesellschaft des Versicherungs-Konzerns verliert ihre bisherige mächtige Rolle im operativen Geschäft und wird zur Finanzholding.

Sparten der Allianz Deutschland werden selbstständig

Die drei der Allianz Deutschland zugeordneten Sparten Sach-, Kranken- und Lebensversicherung sollen weitgehende Eigenverantwortung bekommen und in der Entwicklung neuer Produkte für andere europäische Länder eine führende Rolle übernehmen, so das Unternehmen.

So sollen "Größeneffekte" genutzt werden, da sich beispielsweise mehrere Landesgesellschaften die Kosten für die Entwicklung von neuen Produkten teilen könnten. Auch Kunden sollen durch mehr Service, günstigere Tarife und höhere Versicherungsabdeckungen profitieren.

Kein Stellenabbau bei der Allianz damit verbunden

Von der Allianz Deutschland AG bleibt nur eine Finanzholding ohne eigene Mitarbeiter. Bisher sind rund 16.000 Mitarbeiter bei ihr angestellt - mehr als die Hälfte der gesamten Belegschaft in Deutschland. Sie sollen noch in diesem Jahr auf die drei Sparten und die gemeinsame Vertriebstochter Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG verteilt werden.

Eine neue Tochter, die für den einheitlichen Produkt- und Markenauftritt zuständig ist, werde direkt an die Konzern-Holding Allianz SE angedockt heißt es. "Mit der Neuaufstellung ist kein Personalabbau verbunden - im Gegenteil. Wir wollen ja wachsen", so Allianz-Personalvorständin Renate Wagner. Auch die Aufgaben der Mitarbeiter und der Arbeitsort änderten sich nicht.

Umbau soll Ende 2021 abgeschlossen sein

Geplanter Starttermin ist Anfang 2022. Bis dahin sollen Details und Umsetzung mit Betriebsräten, Belegschaft und Führungskräften besprochen und ausverhandelt werden. Die Arbeitnehmervertreter müssen dem Umbau dabei zustimmen.

In einem nächsten Schritt sollen weitere Allianz-Töchter in Deutschland wie der Kreditversicherer Euler Hermes, die Großkunden-Sparte AGCS und der Vermögensverwalter Allianz Global Investors (AllianzGI) in den einheitlichen Markenauftritt integriert werden.

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