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Traktorhersteller Fendt hat Produktion wieder hochgefahren | BR24

© BR/Rupert Waldmüller

Wochenlang standen bei Fendt die Bänder wegen Corona still - jetzt ist das Allgäuer Unternehmen wieder in die Produktion gestartet. Da die Pandemie nicht vorbei ist, gelten scharfe Hygienevorschriften.

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Traktorhersteller Fendt hat Produktion wieder hochgefahren

Wochenlang standen bei Fendt die Bänder wegen Corona still - jetzt ist das Allgäuer Unternehmen wieder in die Produktion gestartet. Da die Pandemie nicht vorbei ist, gelten scharfe Hygienevorschriften.

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Von
  • Rupert Waldmüller
  • Mario Kubina

3.800 Menschen arbeiten allein im Marktoberdorfer Stammwerk von AGCO/Fendt. Vier Wochen lang mussten sie wegen Corona pausieren. Das Unternehmen hatte sich gezwungen gesehen, in vier von sechs deutschen Werken tausende Mitarbeiter für fast einen Monat in Kurzarbeit zu schicken. Allein in Marktoberdorf waren es 3.000. Am Mittwochmorgen hat der Traktorhersteller die Produktion wieder hochgefahren - unter verschärften Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen.

Lieferketten von Fendt waren wegen Corona unterbrochen

Das Allgäuer Unternehmen hat viele Zulieferer in aller Welt, und vor allem Betriebe aus Norditalien konnten in den vergangenen Wochen wichtige Bauteile nicht mehr liefern. Infolgedessen standen bei Fendt die Zeichen wochenlang auf Kurzarbeit. Jetzt sind die Lieferketten laut dem Unternehmen wieder sichergestellt, das Band im Stammwerk läuft wieder. Und auch in den anderen Werken hat sich der Betrieb weitgehend normalisiert.

Fendt will Produktionsrückstände aufholen

Damit die Mitarbeiter besser Abstand zueinander halten können, wurde die Montage im Stammwerk auf ein Zwei-Schicht-Modell umgestellt. Das schafft für Fendt zusätzlich die Möglichkeit, Rückstände nach der vierwöchigen Produktionspause aufzuholen. In den Bereichen, in denen die Mitarbeiter die Sicherheitsabstände nicht einhalten können, gilt eine Mundschutzpflicht.

Auch in Asbach-Bäumenheim laufen Bänder wieder

In der Verwaltung sollen umgestellte Schreibtische, Plexiglasscheiben und Homeoffice die Infektionsgefahr verringern. Im zweiten großen schwäbischen Fendt-Werk in Asbach-Bäumenheim sind die Bänder schon am Dienstag wieder angelaufen. Dort ist die Kabinenproduktion angesiedelt - mit rund 1.200 Mitarbeitern. Auch in Waldstetten im Landkreis Günzburg läuft der Betrieb wieder weitgehend normal.

Fendt gehört zu Europas führenden Traktorherstellern

Die Nachfrage nach Fendt-Traktoren ist trotz Corona nach wie vor gut: Die Landwirtschaft sei von der Krise nicht so stark betroffen, weil Lebensmittel nach wie vor gebraucht würden, sagte eine Unternehmenssprecherin dem BR. AGCO/Fendt gehört zu den führenden Traktorherstellern in Europa. 20.000 Schlepper wollte die Firma in diesem Jahr produzieren. 19.000 sind für die Unternehmensführung aktuell immer noch ein realistisches Ziel.

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