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Ist Fliegen zu billig? Airlines im Preiskampf | BR24

© BR/Stephan Lina

Fliegen gilt als Klimakiller. Dennoch: Das Geschäft mit Billigangeboten boomt. Jetzt gibt es dementsprechende Angebote sogar in der Business-Class. Das hängt mit der schwächelnden Konjunktur zusammen.

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Ist Fliegen zu billig? Airlines im Preiskampf

Fliegen gilt als Klimakiller. Dennoch: Das Geschäft mit Billigangeboten boomt. Jetzt gibt es dementsprechende Angebote sogar in der Business Class. Das hängt mit der schwächelnden Konjunktur zusammen.

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Vor allem dank des Booms von Billigfliegern steigt die Zahl der Flugreisen weltweit rasant. In Deutschland wird inzwischen darüber diskutiert, die Tickets künftig teurer zu machen, zum Beispiel über Steuern auf Kerosin. Derzeit sieht es allerdings so aus, als würden sich die Tickets weiter verbilligen. Selbst in der gehobenen Business Class werben die Anbieter mit Kampfpreisen um Kunden. Dafür sorgt die abflauende Konjunktur.

Billigangebote in der Business Class

In der Luftfahrt gibt es – zumindest bei den klassischen Luftfahrt - eine Faustregel: Die Economy Class deckt die Kosten, der eigentliche Gewinn wird aber mit der Business Class verdient. Deswegen ist der aktuelle Preis-Trend für die Branche ein Alarmsignal. Denn gerade in den sonst hochpreisigen Reiseklassen häufen sich in diesen Wochen die Sonder-Angebote.

Schwache Buchungslage in den kommenden Monaten erwartet

Allein auf der Internet-Plattform eines Allgäuer Spezialanbieters finden sich gleich dutzende Angebote für entsprechende Reisen, zum Beispiel in die USA. Hin- und Rückflüge mit Airlines wie Lufthansa oder der portugiesischen TAP sind dort schon für rund 1.500 Euro zu haben. Für die Verhältnisse in der Business Class sind das Schnäppchen. Dies deutet auf eine schwache Buchungslage für die kommenden Monate hin.

Hinweis auf sinkende Konjunktur

Das unterstreicht, dass sich die Wirtschaft grundsätzlich abkühlt. Die Luftfahrt gilt Konjunktur-Experten nämlich als eine Art Frühwarn-System. Unternehmen sparen sehr schnell bei Geschäftsreisen, wenn sie schwierige Zeiten erwarten. Diese Zurückhaltung trifft auf ein gewachsenes Angebot auf der Airline-Seite. Die Anbieter haben die Zahl ihrer Flugzeuge erweitert und müssen die Flieger nun fast um jeden Preis füllen.