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Auch Augsburg betroffen: Airbus streicht weltweit 15.000 Jobs | BR24

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Der Flugzeugbauer Airbus will wegen der Luftfahrt-Krise weltweit 15.000 Stellen streichen. Allein in Deutschland sind etwa 5.000 Stellen betroffen. In Bayern muss die Airbus-Tochter Premium Aerotec in Augsburg mit Einschnitten rechnen.

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Auch Augsburg betroffen: Airbus streicht weltweit 15.000 Jobs

Airbus reagiert auf den Nachfrage-Einbruch infolge der Corona-Krise: Der Flugzeugbauer will weltweit 15.000 Stellen streichen, davon etwa ein Drittel in Deutschland. In Augsburg muss die Konzerntochter Premium Aerotec mit harten Einschnitten rechnen.

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Der Flugzeugbauer Airbus will wegen der Luftfahrt-Krise weltweit 15.000 Stellen streichen. Allein in Deutschland seien etwa 5.100 Stellen betroffen, teilte der Flugzeugbauer mit.

"Die Branche befindet sich in einer beispiellosen Krise", hieß es in einer Mitteilung. Es werde erwartet, dass sich der Luftverkehr nicht vor 2023 erholen werde und möglicherweise erst 2025 wieder auf dem Niveau von vor Corona sein werde.

Airbus-Tochter Premium Aerotec in Augsburg betroffen

Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46.000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten - etwa in Hamburg-Finkenwerder, Stade oder Bremen. Von den Streichungen sollen auch Stellen der Airbus-Tochter Premium Aerotec mit Sitz in Augsburg betroffen sein. Dort standen bereits 900 Jobs zur Disposition, jetzt sollen offenbar noch mehr wegfallen.

Außerdem will Airbus 5.000 Stellen in Frankreich, 900 in Spanien, 1.700 in Großbritannien und 1.300 an weiteren weltweiten Standorten streichen. Die Einzelheiten dieses Plans müssten noch mit den Sozialpartnern abgestimmt werden. Betriebsbedingte Kündigungen könnten nicht ausgeschlossen werden, hieß es weiter.

Airlines nehmen Flugzeuge wegen Corona-Krise nicht ab

Bei Airbus schrillen schon länger die Alarmglocken. Derzeit sind viele fertige Flugzeuge geparkt. Die Airlines nehmen sie wegen des Einbruchs im Markt durch die Corona-Krise zunächst nicht ab.

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, für zwei Jahre seine Produktion und seine Auslieferungen um 40 Prozent zu kürzen. Faury hatte aber zugesichert, wegen der Drosselung des Geschäftes keine Endmontagelinie zu schließen. Alle Modelle würden weiter produziert, aber in langsamerem Tempo. Von der meistverkauften Baureihe A320 sollen nur noch 40 Maschinen pro Monat gefertigt werden.

IG Metall warnt vor Kahlschlag

Der Airbus-Chef betonte nun, dass er die Pläne zum Stellenabbau zwar bedauere, es aber durchaus hätte schlimmer kommen können. Die Gewerkschaft IG Metall warnte angesichts der geplanten Streichungen vor einem Kahlschlag. "Weder Airbus noch die gesamte Luftfahrtbranche können sich angesichts einer solchen Herausforderung den Abbau Tausender Fachkräfte leisten, die noch vor der Krise händeringend gesucht wurden", erklärte Jürgen Kerner, zuständig für die Luft- und Raumfahrtbranche.

Weltweit beschäftigt Airbus 135.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - davon arbeiten 90.000 in der Verkehrsflugzeugsparte.

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