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Wirtschaft

Airbus profitiert nicht vom Produktionsstopp der Boeing 737 | BR24

© picture-alliance/dpa

Produktionsfabrik von Boeing in Renton, USA

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    Airbus profitiert nicht vom Produktionsstopp der Boeing 737

    Nach zwei Abstürzen hat der US-Flugzeughersteller Boeing die Produktion des umstrittenen Flugzeugtyps 737 Max ausgesetzt. Erzrivale Airbus ist aber alles andere als erfreut darüber – und kann von der Schwäche des Konkurrenten nicht profitieren.

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    Die 737 ist über Jahrzehnte das meistverkaufte Verkehrsflugzeug der Welt und sollte mit technischen Neuerungen noch lange weitergebaut werden. Doch die Neuerungen haben sich zum Teil als unzuverlässig erwiesen – wie etwa bei der Software-Steuerung.

    Produktion bei Airbus kann offenbar nicht ausgeweitet werden

    Für den direkten Konkurrenten Airbus A 320 müsste das eine einmalige Chance sein, jetzt die Führung zu übernehmen. Doch die Produktion des A 320 ist bei Airbus bereits bis 2024 ausverkauft und kann offenbar nicht entscheidend ausgeweitet werden. In Hamburg und Toulouse, im US-Bundesstaat Alabama und in China baut Airbus nur 60 A 320 im Monat. Ab dem übernächsten Jahr werden es 63 sein.

    Engpässe bei Fluggesellschaften drohen

    Lange Lieferzeiten und geringe Kapazitäten zwingen Fluggesellschaften zum Abwarten. Viele Zulieferer arbeiten für Boeing und für Airbus und könnten Schwierigkeiten bekommen. Mögliche Pleiten von Zulieferern würden auch Airbus hart treffen. Für alle Beteiligten wäre es deshalb besser, wenn die 737 Max wieder starten dürfte. Es drohen sonst weitere Engpässe auch bei Fluggesellschaften wie Ryanair und Tuifly.