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Airbnb & Co.: Initiative gegen illegale Vermietungen in Bayern | BR24

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In München herrsche Wohnungsnot - und zuviel AirBnB schade dem Wohnungsmarkt, meinen Kritiker. Deswegen zogen die Kritiker heute los - Richtung Landtag.

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Airbnb & Co.: Initiative gegen illegale Vermietungen in Bayern

In bayerischen Großstädten buchen Touristen oft statt eines Hotelzimmers eine Ferienwohnung über Onlineplattformen wie Airbnb. Acht Wochen im Jahr sind erlaubt. Nun gibt es eine Petition gegen illegale Vermietungen in Bayern.

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Onlineplattformen wie Airbnb florieren gerade in Ballungszentren. Bieten sie doch für Touristen oftmals günstigere Unterkünfte in privaten Wohnungen im Vergleich zu Hotels. Aber auch deren Vermieter profitieren von den Gästen. Kritiker betonen indes, die Portale verstärkten die Wohnungsnot in Großstädten wie München.

Eine Initiative gegen Wohnraummangel in Bayern stemmt sich deshalb gegen die Entwicklung: Gut 1.100 Unterschriften hat die Münchnerin Peggy Schön gesammelt und dem zuständigen Petitionsausschuss im bayerischen Landtag übergeben.

Petition fordert Räumungen und Gewinn-Abschöpfung

Darin fordert die Initiative, das bayerische Zweckentfremdungsgesetz weiter zu verschärfen. Zum einen soll in Extremfällen eine Räumung möglich sein, zum anderen müssten illegale Gewinne abgeschöpft werden.

Nach Schöns Erfahrung ist das Zweckentfremdungsgesetz ein stumpfes Schwert, da selbst die Stadt München nicht genügend Kontrolleure habe, um effizient gegen die illegalen Vermietungen vorzugehen.

CSU-Bauminister will beobachten statt Gesetz schnell verschärfen

Der zuständige Bayerische Bauminister Hans Reichhart (CSU) will vor einer Gesetzesverschärfung aber erst abwarten, wie sich das zuletzt im Sommer 2017 verschärfte Gesetz in den verschiedenen Kommunen bewährt. Erst dann könne man darüber nachdenken, was zu verbessern sei. Einen Antrag von SPD und Grünen – auch Räumungen – etwa gegen illegale Medizintouristen – zu ermöglichen, war 2017 an der CSU-Mehrheit im Landtag gescheitert.

Hotel- und Gaststättenverband unterstützt Petition

Der Petitionsausschuss des Landtags wird vermutlich erst im Februar über die aktuelle Eingabe beraten. Unterstützung für die Petition gegen Zweckentfremdung kommt unterdessen vom Münchner Kreis-Vorsitzenden des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Christian Schottenhamel.

Er betont, man kämpfe schließlich nicht nur gegen die Konkurrenz der Wohnungsplattformen wie Airbnb. Seine Mitgliedsbetriebe seien vielmehr auch auf Mitarbeiter angewiesen, die sich eine erschwingliche Wohnung in München leisten könnten. Nur so sei der Fachkräftemangel in den Ballungsräumen zu bekämpfen, so Schottenhamel.

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In bayerischen Großstädten buchen Touristen oft statt eines Hotelzimmers eine Ferienwohnung über Onlineplattformen wie Airbnb. Acht Wochen im Jahr sind erlaubt. Nun gibt es eine Petition gegen illegale Vermietungen in Bayern.