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Agilis: Gewerkschaft EVG fordert Mindeststandards

Einige Bahnpendler standen heute Früh vor großen Problemen. Die Gewerkschaft EVG hatte zu einem Warnstreik bei Agilis aufgerufen. Sie will erreichen, dass möglichst alle Betreiber ihre Beschäftigten nach ausgehandelten Mindeststandards bezahlen.

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Der Wettbewerb auf der Schiene darf nicht auf Kosten der Mitarbeiter ausgetragen werden – meint die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG. In einem Branchen-Tarifvertrag versucht sie deshalb, dass alle Betreiber im Regionalverkehr sich zu Mindeststandards in puncto Arbeitszeit oder Einkommen verpflichten. Näheres regeln dann Verträge mit den einzelnen Anbietern.

Mit dem Anbieter Agilis hat die Gewerkschaft Probleme

In Bayern sind das neben der DB Regio der Deutschen Bahn noch die französische Transdev, die italienische Netinera und eben Agilis. Und die macht der Gewerkschaft Probleme. Denn alle drei anderen bezahlen ihre Lokführer, Zugbegleiter oder die Werkstattkräfte laut EVG in etwa gleich – die Bayerische Oberlandbahn liegt im Niveau sogar noch über der DB Regio. Wer dagegen bei Agilis beschäftigt ist, der muss sich im Monat je nach Einsatzgebiet mit 100 bis 200 Euro weniger begnügen.

Tarifgespräche mit Regensburger Unternehmen Agilis laufen

Zurzeit laufen Tarifgespräche mit dem Unternehmen mit Sitz in Regensburg, seit heute begleitet von Warnstreiks. Die Gewerkschaft zog eine gemischte Bilanz. Der Regensburger EVG-Geschäftsstellenleiter Harald Hammer sagte dem BR, dass insgesamt 13 Züge ausgefallen seien. Er hätte sich aber gewünscht, dass noch mehr Züge stillstehen, so Hammer.

Fast ein Drittel der Strecken nicht mehr von Deutscher Bahn bedient

Fast ein Drittel der Strecken werden inzwischen nicht mehr vom früheren Monopolisten Deutsche Bahn bedient. Wer auf der Schiene wo unterwegs ist, das bestimmt die Bayerische Eisenbahngesellschaft nach einer Ausschreibung.

Wer den Zuschlag für ein Streckennetz bekommt, das hängt von vielen Faktoren ab – nicht aber davon, ob der Anbieter seine Beschäftigten nach Tarif bezahlt. Das bayerische Vergabegesetz sieht das nicht vor. Eines allerdings kommt Lokführern und Zugbegleiter inzwischen zugute: der Fachkräftemangel. Wer überhaupt noch neues Personal gewinnen will, muss beim Einkommen im Wettbewerb um neue Mitarbeiter punkten.

© dpa/pa/David Ebener

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