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Adidas zurück in der Gewinnzone | BR24

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Bildrechte: picture alliance / Daniel Karmann/dpa

Adidas ist zurück in den schwarzen Zahlen. Im dritten Quartal 2020 konnte der Sportartikelhersteller einen Gewinn von 578 Millionen Euro verbuchen.

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Adidas zurück in der Gewinnzone

Adidas schreibt wieder schwarze Zahlen. Im dritten Quartal 2020 konnte der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach einen Gewinn von 578 Millionen Euro verbuchen und damit die corona-bedingten Verluste vom zweiten Quartal mehr als ausgleichen.

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Von
  • Franz Engeser

Im zweiten Quartal musste der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach wegen Corona noch Verluste verkraften. Doch im dritten Quartal 2020 ging es wieder aufwärts. Adidas konnte einen Gewinn von 578 Millionen Euro einfahren, rund zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (644 Millionen Euro). Der Umsatz lag bei rund 6,0 Milliarden Euro, sieben Prozent unter dem im Vorjahresquartal (6,4 Milliarden Euro), sagte Vorstandsvorsitzender Kasper Rorsted.

Adidas macht Corona-Verluste wieder wett

Trotz des Rückgangs bei Umsatz und Gewinn konnte Adidas die corona-bedingten Verluste im zweiten Quartal mehr als ausgleichen. Allerdings: Auf dem Niveau des Vorjahres sind die Herzogenauracher noch lange nicht. Insgesamt kann das Unternehmen für die ersten neun Monaten dieses Jahres einen Gewinn von 291 Millionen Euro und einen Umsatz von 14,3 Milliarden Euro verbuchen. Im Vorjahreszeitraum war es deutlich mehr: In den ersten drei Quartalen 2019 machte Adidas noch einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro. Der Umsatz ging im Vergleich um 18 Prozent zurück. Obwohl Adidas immer noch unter dem Eindruck der Corona-Pandemie stehe, hätten erfolgreiche Sportereignisse wie etwa der Gewinn der Champions League durch Bayern München den Sponsor Adidas wieder ins Rampenlicht gerückt und auch Hobbysportler angelockt, hieß es auf einer telefonischen Pressekonferenz.

Adidas kann KfW-Kredit zurückzahlen

Einen zu Beginn der Coronakrise von der staatlichen Förderbank KfW bereitgestellten Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro konnte das Unternehmen bereits im Oktober zurückzahlen. Zudem hat ein Bankenkonsortium weitere Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zugesichert, sollte kurzfristig Liquidität nötig werden.

Sportartikelhersteller macht Umsatz vor allem im Internet

Wie bereits im zweiten Quartal konnte Adidas seine Verkäufe über das Internet mit einem Plus von 51 Prozent erneut deutlich steigern. Einen wichtigen Eckpfeiler dafür sieht der Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted im Mitgliederprogramm "Creators Club", das den Mitgliedern unter anderem neue Produkte früher als anderen zugänglich macht. "Creators Club"-Mitglieder seien aktuell für rund zwei Drittel der Einkäufe im Adidas-Onlineshop verantwortlich.

Wegen Corona wagt Adidas nur eine vorsichtige Prognose

Für das vierte Quartal 2020 bleibt die Prognose des Sportartikelherstellers verhalten, da Adidas bereits die Verschärfung der Coronaregeln in verschiedenen europäischen Ländern zu spüren bekommt – inklusive Ladenschließungen etwa in Frankreich oder dem Vereinigten Königreich. Aktuell rechnen die Herzogenauracher mit einem Gewinn von 100 bis 200 Millionen Euro – unter der Voraussetzung, dass keine weiteren Lockdowns kommen und mehr als 90 Prozent der Adidas-Ladengeschäfte weltweit geöffnet bleiben.

Anti-Rassismus-Offensive – kein Kommentar zu Reebok

Den jüngsten Rassismusvorwürfen, wegen denen Personalchefin Karen Parkin im Juli dieses Jahres zurückgetreten war, ist Adidas mit Aktionen wie "United against Racism" begegnet. Als neue Personalchefin kommt Anfang 2021 die britische Psychologin Amanda Rajkumar nach Herzogenaurach. Zu den Gerüchten, dass Adidas angeblich die Fitnessmarke Reebok verkaufen will, wollte sich Rorsted explizit nicht äußern.

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Adidas schreibt wieder schwarze Zahlen. Im dritten Quartal 2020 konnte der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach einen Gewinn von 578 Millionen Euro verbuchen und damit die corona-bedingten Verluste vom zweiten Quartal mehr als ausgleichen.

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