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Adidas schreibt rote Zahlen – und setzt auf Online-Geschäft | BR24

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Adidas hat im zweiten Quartal 2020 einen Verlust von 333 Millionen Euro eingefahren. Profitiert vom Lockdown habe allerdings das Online-Geschäft - auch wegen des Trends zum Homeoffice aufgrund der Coronavirus-Pandemie.

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Adidas schreibt rote Zahlen – und setzt auf Online-Geschäft

Adidas hat im zweiten Quartal 2020 einen Verlust von 333 Millionen Euro eingefahren. Profitiert vom Lockdown habe allerdings das Online-Geschäft – auch wegen des Trends zum Homeoffice aufgrund der Coronavirus-Pandemie.

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Nach einem mageren Gewinn von nur 20 Millionen Euro im ersten Quartal hat Adidas im zweiten Quartal erwartungsgemäß einen Verlust von mehr als 300 Millionen Euro eingefahren. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Kasper Rorsted waren aufgrund der Coronavirus-Pandemie Ende April mehr als 70 Prozent der Adidas-Stores weltweit geschlossen. Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahresquartal um 34 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro ein.

Online-Umsatz beinahe verdoppelt

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller sieht nach eigenen Angaben aber "Licht am Ende des Tunnels". Dazu trage auch das deutlich stärker gewordene Online-Geschäft bei: Im April und Mai sei der Umsatz über das Internet um 93 Prozent angestiegen. Infolge der Pandemie planten deutlich mehr Menschen, Sport zu treiben. Der Verkauf von sportlicher Freizeitbekleidung werde darüber hinaus durch den weltweiten Trend zum Homeoffice befeuert, so Rorsted.

Adidas hofft auf keine weiteren Lockdowns

Im dritten Quartal will Adidas wieder in die schwarzen Zahlen kommen und strebt einen Betriebsgewinn zwischen 600 und 700 Millionen Euro an. Der Umsatz werde im Vergleich zum Vorjahresquartal aber dennoch im einstelligen Prozentbereich zurückgehen. Dabei geht der Sportartikelhersteller allerdings davon aus, keine weiteren größeren Lockdowns durchmachen zu müssen und mehr als 90 Prozent seiner Ladengeschäfte öffnen zu können. Ende Juli waren 92 Prozent der Adidas-Stores weltweit geöffnet.

Kredite in Höhe von drei Milliarden Euro

Der Sportartikelhersteller hatte die Coronakrise mit voller Wucht zu spüren bekommen. Im ersten Quartal war der Gewinn von zuletzt mehr als 600 Millionen Euro auf gerade einmal 20 Millionen Euro eingebrochen. Das ertragreiche Chinageschäft war bereits im Januar fast komplett weggefallen. In der Folge erhielt Adidas eine Zusage über Kredite in Höhe von drei Milliarden Euro von der staatlichen Förderbank KfW sowie einem Konsortium internationaler Banken. Einen Shitstorm hatte sich das Unternehmen eingefangen, als es Ende März angekündigt hatte, keine Miete für geschlossene Stores mehr zahlen zu wollen. Nur einen Tag später war Adidas zurückgerudert.

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