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ADAC will nächstes Jahr die Mitgliedsbeiträge erhöhen | BR24

© BR/Gabriel Wirth

Die 21 Millionen Mitglieder des ADAC sollen ab dem kommenden Jahr höhere Vereinsbeiträge zahlen. Das haben das Präsidium und der Verwaltungsrat beschlossen. Zustimmen müssen allerdings noch die Mitglieder.

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ADAC will nächstes Jahr die Mitgliedsbeiträge erhöhen

Die 21 Millionen Mitglieder des ADAC sollen ab dem kommenden Jahr höhere Vereinsbeiträge zahlen. Das haben das Präsidium und der Verwaltungsrat beschlossen. Zustimmen müssen allerdings noch die Mitglieder.

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Seit 2014 sind die Mitgliedsbeiträge beim ADAC konstant. Doch im nächsten Jahr könnten jetzt die Beiträge angehoben werden. Beschlossen werden soll das auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14.11. Außerdem soll eine Premiummitgliedschaft eingeführt werden.

Pannenhilfe des ADAC kostet zu viel

Der ADAC hat ein Problem: Zwar steigen die Mitgliedszahlen weiter von Jahr zu Jahr - auf mittlerweile über 21 Millionen, doch die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen decken die Ausgaben für die Pannenhilfe nicht mehr. Das liegt auch an der Versicherungssteuer, die der ADAC seit ein paar Jahren zahlen muss. Jährlich gibt es immerhin im Schnitt vier Millionen Pannen.

Nach der ADAC-Krise vor fünf Jahren durfte der Automobilclub zwar seinen Vereinsstatus behalten, allerdings muss er mittlerweile mehr als 30 Millionen Euro jährlich an Versicherungssteuer bezahlen.

ADAC-Motorwelt wird nicht mehr verschickt

Der ADAC spart: Das clubeigene Monatsmagazin Motorwelt kommt ab nächstem Jahr nicht mehr mit der Post. Die Mitglieder können sich das neue Magazin - das zudem nur noch vierteljährlich erscheint - in bestimmten Geschäften und Tankstellen abholen. Das spart unter anderem Porto - den Angaben zufolge jährlich 50 Millionen Euro.

Entscheidung über Beiträge auf Hauptversammlung

Zudem wurden Arbeitsplätze in der Münchner Zentrale gestrichen und jetzt sollen ab nächstem Jahr ab April auch die Mitgliedsbeiträge erhöht werden. Das soll letztendlich auf einer außerordentlichen Hauptversammlung entschieden werden. Bisher kostet die Basis-Mitgliedschaft 49 Euro, die Plus-Mitgliedschaft 84 Euro.

ADAC-Präsident August Markl geht davon aus, dass eine höhere Effizienz und die Beitragsanpassung dafür sorgen werden, dass der ADAC finanziell gut aufgestellt sein wird und 2020 schwarze Zahlen schreiben kann.