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ADAC testet Notbremssysteme bei Transportern | BR24

© Gabriel Wirth/BR

Was bringen Notbremssysteme für Transporter ?

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ADAC testet Notbremssysteme bei Transportern

Jeder fünfte Unfall, den der Fahrer eines Transporters 2018 verursacht hat, ist auf zu geringen Abstand zurückzuführen. Ein Großteil von Auffahrunfällen könnte mit Notbrems-Assistenten vermieden werden. Das haben Untersuchungen des ADAC gezeigt.

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Der ADAC hat das Bremsverhalten von Transportern untersucht, wie sie häufig von Handwerkern oder Lieferdiensten genutzt werden. Oft sind das kleine Lastkraftwagen von MAN, VW und Opel mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen. Untersucht wurde das Bremsverhalten bei typischen Szenarien in der Stadt.

Typische Fälle im Stadtverkehr

Nähert sich der Transporter unbeladen einem stehenden Auto, kann das Notbremssystem laut ADAC bis zum Tempo 40 eine Kollision komplett verhindern. Nähert sich der Transporter jedoch beladen einem Auto, trifft er mit einer geringeren Geschwindigkeit von 35 km/h auf das Auto.

Wenn ein vorausfahrendes Auto mit Tempo 20 unterwegs ist, dann schafft es das System, eine Kollision zu verhindern, vorausgesetzt der Transporter fährt nicht schneller als 60 km/h.

Vor einem Kind, das auf die Straße läuft, stoppt der Transporter nur, wenn er nicht mehr als 20 Kilometer pro Stunde schnell ist.

ADAC fordert Hersteller zur Serienausstattung auf

Für den ADAC ist der Test ein Beleg dafür, wie nützlich Notbremsassistenten sein können. Der Automobilclub fordert daher die Hersteller auf, die Notbremsassistenten bereits vor der gesetzlichen Verpflichtung für Transporter zu verbessern und als Serienausstattung anzubieten.

Von den elf Transporter-Modellen im Markt hat nur ein Fahrzeug den Notbremsassistenten serienmäßig eingebaut und zwar der TGE von MAN.

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