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ADAC testet E-Scooter: Qualität hat ihren Preis | BR24

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Ein halbes Jahr nach der Zulassung hat der ADAC Elektroroller getestet. Bei dem Test ging es nicht um die E-Scooter, die reihenweise in Städten herumfahren und –stehen, sondern um Modelle, die Privatleute kaufen können.

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ADAC testet E-Scooter: Qualität hat ihren Preis

Ein halbes Jahr nach der Zulassung hat der ADAC Elektroroller getestet. Bei dem Test ging es nicht um E-Scooter, die reihenweise in Städten herumfahren und –stehen, sondern um Modelle für Privatleute. Gute Qualität für wenig Geld gibt es eher nicht.

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E-Scooter können zum Beispiel Berufspendlern helfen, die Strecke zwischen der U-Bahn, Tram oder Bus zum Büro zurückzulegen, die berühmte letzte Meile. Gekauft werden sie aber auch von Hotels, die diese ihren Gästen anbieten. Der ADAC hat nun in seinem Test festgestellt: Qualität hat ihren Preis, das gilt auch für E-Scooter.

ADAC rät zur Probefahrt

Wer einen E-Scooter für den täglichen Gebrauch kaufen will, der sollte mit Anschaffungskosten von mindestens 1.000 Euro rechnen, wie der ADAC-Test gezeigt hat. Für den Testsieger den BMW Roller, den X2 City, sind sogar 2.400 Euro fällig. Der günstigste untersuchte Roller Moovi ES145 fiel durch, da bereits bei den Testfahrten der Klappmechanismus beim Überfahren eines Bordsteins versagte und im Dauertest die Vorderradfederung brach, dabei ist dieses Modell mit 800 Euro nicht gerade günstig. Johannes Boos vom ADAC betont, keiner der getesteten Roller bekam die Note sehr gut:

"Von den acht getesteten Rollern schneiden vier mit gut ab, drei mit befriedigend, einer fällt mit Mangelhaft durch. Auffallend ist der Zusammenhang mit Preis und Ergebnis. Am Besten hat der Roller, der am teuersten war abgeschnitten, am schlechtesten war einer der günstigsten." ADAC-Sprecher Johannes Boos

Die Tester kritisierten, dass keines der untersuchten Modelle einen Blinker hatte. Außerdem raten sie dazu, unbedingt auf Folgendes zu achten: Fahreigenschaften, Bremsen, Reichweite, Gewicht des Rollers, Größe der Räder und die Verarbeitung.

Wie lange hält ein Verleih-Roller?

Denn schließlich soll ein gekaufter E-Scooter länger halten als die, die im Verleihgeschäft unterwegs sind. Angeblich halten viele von diesen nur ein halbes Jahr durch. Der Deutschlandchef des Anbieters Voi widerspricht.

"Unsere Voi E-Scooter sind jetzt schon bereits mehr als 5 Monate mit den gleichen Akkus täglich in Benutzung - wir gehen bei unseren Voiager 2 von einer Lebensdauer von mindestens 12 Monaten aus." General Manager für den DACH Raum Claus Unterkircher

Bis 2020 habe man sich vorgenommen, E-Scooter im Betrieb zu haben, die sogar doppelt so lange hielten, erklärte Unterkircher auf Nachfrage von BR24.