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Ablenkung im Straßenverkehr ist gefährlicher als Alkohol | BR24

© pa/dpa/Christian Klose

Jede Ablenkung im Straßenverkehr ist gefährlich.

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    Ablenkung im Straßenverkehr ist gefährlicher als Alkohol

    Im Straßenverkehr ist Ablenkung ein größeres Unfallrisiko als Alkohol, wie die Unfallforscher der Allianz betonen - und Ablenkung gibt es genug. Das zeigt eine aktuelle Studie von ADAC und ÖAMTC.

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    Die Automobilclubs ADAC und ÖAMTC warnen, jegliche Nebentätigkeit während der Fahrt mit einem PKW, auf dem Rad oder einem eScooter sei gefährlich, ob man nun eine Adresse in das Navigationssystem eingibt, aus einer Wasserflasche trinkt, eine Hausnummer sucht oder - der Klassiker, eine Nachricht in das Smartphone tippt oder liest. Die Clubs haben dafür Probanden auf einem abgesperrten Parcours fahren lassen.

    "Am Steuer haben es die Probanden in neun von zehn Fällen nicht geschafft, plötzlichen Hindernissen rechtzeitig auszuweichen und zwar unabhängig, wie fit oder wie erfahren eine Person ist." ADAC-Sprecher Johannes Boos

    Fazit der Studie: Ablenkung führt häufig in den Gegenverkehr. Denn bei den Testfahrten fuhren mehr als ein Drittel der Probanden mindestens einmal über die Mittellinie, 20 Prozent sogar häufiger. Im Schnitt waren die Abgelenkten vier Sekunden beziehungsweise 130 Meter auf der falschen Straßenseite unterwegs.

    Besonders auf eScooter aufpassen

    Und noch etwas zeigte die Studie: eScooter sind auch ohne Ablenkung anspruchsvoller als Fahrräder, aufgrund der kleinen Räder, die schnelle Lenkbewegungen weniger verzeihen. So sei die Fahraufgabe ungleich schwieriger gewesen, wenn etwa mit einem Smartphone oder einer Wasserflasche hantiert wurde. Dabei sei es im Test auch zu Stürzen gekommen.

    ADAC fordert mehr Bewusstsein

    Der ADAC kritisiert den seiner Meinung nach sorglosen Umgang mit vermeintlichen Routinetätigkeiten. Diese erzeugten bei den Teilnehmern während der Fahrt ein trügerisches Gefühl der Sicherheit. Das gelte für alle untersuchten Verkehrsmittel – egal ob Auto, Rad oder eScooter. Auch schätzen sich viele Verkehrsteilnehmer demnach selbst falsch ein. Trotz zahlreicher Fahrfehler sei die Selbstbeurteilung der Probanden insgesamt positiv ausgefallen, heißt es.

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