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900 Euro KfW-Förderung für private E-Auto-Ladestationen | BR24

© BR/Dirk Vilsmeier

Der Bund unterstützt mit einem neuen KfW-Programm die Installation privater Ladestationen für Elektroautos. Für jeden Ladepunkt gibt es 900 Euro Förderung. Fachleute gehen davon aus, dass künftig ein Großteil der Ladevorgänge privat stattfinden wird.

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900 Euro KfW-Förderung für private E-Auto-Ladestationen

Der Bund unterstützt mit einem neuen KfW-Programm die Installation privater Ladestationen für Elektroautos. Für jeden Ladepunkt gibt es 900 Euro Förderung. Fachleute gehen davon aus, dass künftig ein Großteil der Ladevorgänge privat stattfinden wird.

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Von
  • Dirk Vilsmeier

Es geht um bis zu 220.000 private Ladesäulen, die der Staat bezuschussen will. 900 Euro pro Ladepunkt. Für insgesamt 200 Millionen Euro. Denn nachdem der Verkauf von Elektroautos derzeit deutlich anzieht, gilt jetzt wieder die Ladeinfrastruktur als Achillesferse der Elektromobilität.

Großteil der Ladevorgänge bei E-Autos findet privat statt

Über die Hälfte aller Ladevorgänge findet heute zu Hause statt, so die KfW. Und sie geht davon aus, dass sich das auch so weiterentwickeln wird, denn fast die Hälfte aller Haushalte in Deutschland verfüge über einen privaten Stellplatz, der sich auch als Ladestelle nutzen lässt.

Verkehrsminister Scheuer geht sogar davon aus, dass künftig 80 Prozent aller Ladevorgänge zu Hause stattfinden werden. Besonders groß ist dabei der KFW zufolge der Anteil der privaten Stellplätze auf dem Land. Und gerade hier mache die Elektromobilität auch Sinn, da dem Auto dort eine größere Bedeutung zukomme als in der Stadt.

Voraussetzungen für die KfW-Ladesäulen-Förderung

Für den Antrag bei der KfW müssen allerdings einige Rahmenbedingungen eingehalten werden. So muss die geförderte Ladestation zu einem privat genutzten Stellplatz eines schon existierenden Gebäudes gehören, verbraucht werden darf nur Ökostrom und der Ladebetrieb muss vom Netzbetreiber steuerbar sein, um bei Bedarf eine Überlastung des Stromnetzes verhindern zu können. Außerdem müssen die Gesamtkosten für Kauf, Einbau und Anschluss ans Stromnetz mindestens 900 Euro pro Ladepunkt betragen. Dabei dürfen auch mehrere Ladepunkte gleichzeitig beantragt werden. Dann erhöht sich die Förderung auch entsprechend.

Einen Antrag stellen dürfen Immobilienbesitzer, Wohnungseigentümergemeinschaften, Mieter, die eine Erlaubnis ihres Vermieters haben, und auch Vermieter – egal ob Privatpersonen, Unternehmen oder Wohnungsgenossenschaften.

Wichtig ist es, den Antrag zu stellen, bevor man eine Ladestation kauft. Das Geld von der KfW gibt es dann, wenn der Einbau abgeschlossen ist und die Rechnungen dafür vorgelegt wurden.

Förderprogramme schließen sich gegenseitig aus

Prüfen sollte man allerdings auch, ob es vor Ort nicht noch andere Förderprogramme gibt, beispielsweise von der Gemeinde, die höher ausfallen – denn kombinierbar sind die Förderungen nicht.

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