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5G in Bayern - Wie stark kommt Huawei zum Zug? | BR24

© dpa-Bildfunk / Andy Wong

Das Huawei-Logo ist vor und auf dem Forschungs- und Entwicklungszentrum des Konzerns in Dongguan / China zu sehen.

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5G in Bayern - Wie stark kommt Huawei zum Zug?

Wie stark darf sich Huawei beim Ausbau des 5G-Netzes in der EU beteiligen? Viele Länder halten den chinesischen Netzwerkausrüster für ein Sicherheitsrisiko. Bewiesen ist bisher nichts. Unterdessen baut Huawei seine Marktführerschaft aus.

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Mehr als die Hälfte aller Verträge über 5G-Technologie hat Huawei mit europäischen Netzbetreibern geschlossen. Das meldet die Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post und beruft sich auf Unternehmenssprecher. 28 von 50 Verträgen stammten aus Europa. Damit liege Huawei vor den Konkurrenten Nokia und Ericsson.

Vodafone greift auf Huawei zurück

Wie viele deutsche Betreiber auf Huawei setzen, gebe seine Firma nicht bekannt, so Konzernsprecher Patrick Berger gegenüber dem BR. Dies sei Sache der Vertragspartner. Beim deutschen LTE-Netz, dem Vorgänger von 5G, gehört Huawei in allen drei Netzen zu den Ausrüstern der Basisstationen mit den Antennen. Berger schließt nicht aus, dass es bei 5G ähnlich sein werde. Vodafone jedenfalls hat vor wenigen Tagen bei Bekanntgabe seines 5G-Starts angedeutet, mit Huawei-Technologie zu arbeiten. Dies ist auch bei den 5G-Netzen in Monaco und in Spanien der Fall.

Entscheidung Großbritanniens zu Huawei steht noch aus

In Großbritannien haben die Netzbetreiber bereits mit Huawei zu bauen begonnen, obwohl dort eine politische Entscheidung noch aussteht. Grund: Misstrauen gegenüber den Chinesen, was Cybersicherheit angeht. Die South China Morning Post zitiert einen Huawei-Sprecher, der beteuert, die Firma werde sich strikt an alle Sicherheitsvorgaben der EU halten.

Bayern spielt für Huawei eine wichtige Rolle

Bayern ist für Huawei eine wichtige Region. In München betreibt die Firma schon seit vielen Jahren ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, dessen Einzugsbereich ganz Europa ist. Vor fünf Jahren waren dort 700 Ingenieure beschäftigt. Momentan sind es nach Huawei-Angaben rund 400. Ein Projekt dieses Forschungs- und Entwicklungszentrums entsteht gerade in Weilheim: Ein sogenanntes Manufacturing Tech Center, eine Testfabrik für die Industrie 4.0. In Weilheim wird seit Jahresbeginn moderne digitalisierte Fertigungstechnik erprobt, laut Unternehmenssprecher zusammen mit etwa 15 Partnerfirmen aus ganz Deutschland.

Auch Nürnberg ist ein Standort von Huawei: Dort sitzt ein Teil des Vertriebs für die Wechselrichtersparte, also für den Betrieb von Solaranlagen. Hinzu kommt in Nürnberg ein kleines Team, das sich mit der Stromversorgung in Rechenzentren beschäftigt.

Shenzhen - Hauptsitz von Huawei und Partnerstadt von Nürnberg

Hauptsitz des Telekommunikationsgiganten Huawei mit seinen weltweit 180.000 Mitarbeitern ist Chinas digitale Metropole Shenzhen nahe Hongkong, wo viele der wichtigsten Firmen in den Branchen Elektromobilität, Online-Dienste und künstliche Intelligenz beheimatet sind. Und da schließt sich der Kreis: Shenzhen ist die Partnerstadt von Nürnberg.

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Autor
  • Astrid Freyeisen
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