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260 Arbeitsplätze bei Enka in Obernburg gefährdet | BR24

© BR/Carol Lupu

Beim Garn-Produzenten Enka in Obernburg am Main stehen 260 Arbeitsplätze auf der Kippe. Wegen Corona musste das Unternehmen im Mai Insolvenz anmelden. Das Sanierungskonzept wird nun den Gläubigern vorgelegt.

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260 Arbeitsplätze bei Enka in Obernburg gefährdet

Beim Garnproduzenten Enka in Obernburg am Main stehen 260 Arbeitsplätze auf der Kippe. Wegen Corona musste das Unternehmen im Mai Insolvenz anmelden. Das Sanierungskonzept, das die Mitarbeiter erarbeitet haben, wird nun den Gläubigern vorgelegt.

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Bei einem nichtöffentlichen Erörterungs- und Abstimmungstermin im Aschaffenburger Schloss Johannisburg soll über die Zukunft von 260 Arbeitsplätzen bei dem Garnproduzenten Enka entschieden werden. Das Unternehmen aus Obernburg am Main stellt den Gläubigern ein Sanierungskonzept vor, das die Mitarbeiter selbst erarbeitet haben. Gefällt den Gläubigern das Konzept, dann sind die Arbeitsplätze vorerst sicher.

Kettenreaktion in Obernburg?

Sollte der Garnproduzent dagegen abgewickelt werden, könnten noch mehr als die 260 Arbeitsplätze betroffen sein: Enka-Mitarbeiter befürchten, dass eine Schließung des Betriebs zu einer Kettenreaktion in Obernburg führen könnte. Enka sei als Lieferant und Abnehmer für andere Unternehmen am Standort wichtig. Von einem Aus des Enka-Werks könnten bis zu 3.000 Mitarbeiter anderer Obernburger Betriebe betroffen sein, so die Vermutung von Mitarbeitern.

Wegen Corona Insolvenz angemeldet

In dem betroffenen Werk werden Viskose-Fäden hergestellt. Mit Beginn der Corona-Krise Ende März sei das Geschäft nach Angaben des Unternehmens größtenteils zum Erliegen gekommen. Bei den meisten Kunden, die im Norden Italiens und in anderen europäischen Ländern produzieren, standen die Maschinen still. Enka musste im Mai Insolvenz anmelden.

Unternehmen nutzt Schutzschirmverfahren

Um den Geschäftsbetrieb neu aufzustellen, nutzt Enka ein Schutzschirmverfahren, das im Zuge der Coronapandemie angeboten wurde. Bei diesem Verfahren muss der Betrieb mit Unterstützung von Beratern einen Sanierungsplan vorlegen.

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