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25 Jahre Amazon: Vom Online-Buchladen zum Billionen-Konzern | BR24

© dpa-Bildfunk/ Foto: Sebastian Kahnert

Amazon: Vom Online-Buchladen zum Billionen-Konzern

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    25 Jahre Amazon: Vom Online-Buchladen zum Billionen-Konzern

    Amazon steht nicht nur wegen umstrittener Arbeitsbedingungen in der Kritik. Dem Onlinehändler wird vorgeworfen, mit seinen Niedrigpreisen den Einzelhandel platt zu machen. Und auch im Weißen Haus hat Amazon-Gründer Bezos einen mächtigen Feind sitzen.

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    Jeff Bezos hätte sich im Alter von 30 zur Ruhe setzen können. Da hatte er es als Vizepräsident einer New Yorker Investmentbank schon zu einem Millionenvermögen gebracht. Gerade frisch verheiratet, bittet er seine damalige Ehefrau MacKenzie, mit ihm ein Start-Up in Seattle, an der US-Westküste zu gründen. 1994 war das. Im Interview erzählt Bezos:

    "Sie hatte den verlässlichen Angestellten geheiratet, der an der Wall Street arbeitet. Ein Jahr nach der Hochzeit wollte ich aber meinen Job kündigen und an die Westküste ziehen, um diesen Online-Buchladen zu gründen. Und meine Frau meinte damals: Was ist das Internet?" Jeff Bezos, Amazon-Gründer

    Erster Name: Cadabra

    Cadabra hieß Amazon vor 26 Jahren, als das Internet noch klein und überschaubar war. Den Namen änderte der studierte Elektroingenieur schnell wieder ab. Er habe zu sehr nach Kadaver geklungen. Gut ein Jahr braucht das Unternehmen, bis es endlich sein erstes Buch im Jahr 1995 im noch jungen Internet verkauft."Ich hab mich deshalb für einen Online-Shop für Bücher entscheiden, weil es hier die meisten Produkt-Kategorien gab. Als ich die Idee 1994 umzusetzen begann, gab es drei Millionen lieferbare Bücher. Der größte stationäre Buchladen kam auf gerade mal 150.000 Titel," so Bezos.

    Amazon - größtes Internetkaufhaus der Welt

    Heute ist Amazon das größte Internetkaufhaus der Welt. 840.000 Menschen arbeiten weltweit für den Online-Händler. Erst seit 2016 schreibt das Unternehmen kontinuierlich schwarze Zahlen. Amazon ist aber längst viel mehr: Es ist der größte Cloud-Anbieter der Welt, Firmen können dort Speicher- und Rechenleistung mieten. Es streamt Musik und Filme, produziert TV-Serien und betreibt seit der Übernahme von Whole Foods eine eigene Supermarktkette in den USA.

    Gegner: Trump und die Gewerkschaften

    Jeff Bezos sagt selbst über das Unternehmen: "Ich bin davon überzeugt, dass wir öffentlich überprüft werden sollen. Das gilt auch für große Regierungsorganisationen. Deshalb vertraue ich auch der guten Arbeit der Washington Post und anderer Zeitungen. Sie decken oft Dinge auf, bevor die Behörden darauf kommen."

    Apropos Zeitungen und Washington Post: Das Blatt hat der Amazon-Chef 2013 aufgekauft. Weil die Post kritisch über Präsident Donald Trump berichtet, ist der US-Präsident nicht gut auf den 56-Jährigen zu sprechen.

    Kritik an Amazon gibt es regelmäßig von Gewerkschaftsseite. Die Arbeitsbedingungen in den Lagerhäusern, wo die Online-Bestellungen zusammengestellt werden, sind offenbar hart. 200 Artikel müssen die Arbeiter dort im Schnitt pro Stunde zusammensuchen.

    Amazon macht Bezos zum reichsten Mann der Welt

    Sein Unternehmen hat Bezos zum reichsten Mann der Welt gemacht, Experten schätzen sein Vermögen auf 196 Milliarden Dollar.

    "Als einzige Möglichkeit, mein Vermögen vernünftig auszugeben, sehe ich die Raumfahrt." Jeff Bezos

    In Corona-Zeiten hat Amazon gezeigt, dass es in vielen Ländern mit seinen Lieferdiensten die Grundversorgung sicherstellt. Konkurrenz hat der Mischkonzern kaum.

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