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2021: Hoteliers erwarten weiteres Krisenjahr | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Roberto Pfeil

Keine Privat-Reisenden, keine ausländischen Gäste: Hotels in Deutschland sind von den Corona-Einschränkungen hart getroffen. Experten befürchten, dass jedes dritte Hotel die Krise nicht übersteht, denn auch die staatlichen Hilfen kommen oft nicht an.

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2021: Hoteliers erwarten weiteres Krisenjahr

Keine Privat-Reisenden, keine ausländischen Gäste: Hotels in Deutschland sind von den Corona-Einschränkungen hart getroffen. Experten befürchten, dass jedes dritte Hotel die Krise nicht übersteht, denn auch die staatlichen Hilfen kommen oft nicht an.

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Von
  • Stephan Lina

Unbürokratisch, großzügig und schnell, das war das Versprechen der Politik zu den sogenannten "Novemberhilfen". Gastronomen und Hoteliers sollten zumindest einen Teil ihrer entgangenen Umsätze erstattet bekommen, um die Monate des zweiten Lockdowns zu überbrücken. Knapp zwei Monate später ist die Kritik aus der Branche groß.

Stattliche Hilfen sind "Mogelpackung"

Der Münchener Motel One-Gründer Dieter Müller sprach zuletzt von einer Mogelpackung und einem schlechten Witz. Für seine 75 Hotels habe er bisher gerade einmal insgesamt 50.000 Euro als Abschlagszahlung erhalten. Auch andere Branchenvertreter klagen, hinter vollmundigen Ankündigungen verstecke sich viel Kleingedrucktes, was die Hilfen in der Praxis verzögere und deutlich verkleinere.

Erholung nicht in Sicht

Im Moment sind viele Hotels in Deutschland im Dornröschenschlaf, da ausländische Gäste fehlen und zudem ein Beherbergungsverbot für Privatreisende gilt. Auch die Zahl der Geschäftsreisenden hat sich dramatisch reduziert, da viele Firmen auf virtuelle Meetings setzen und Mitarbeiter nur in Ausnahmefällen etwa von München nach Berlin schicken. Schnelle Erholung sei nicht in Sicht, heißt es beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband DeHoGa. Die Buchungslage für die kommenden Monate sei sehr schwach.

Der Verband DeHoGa warnt, dass der Branche eine Pleitewelle von historischen Ausmaßen drohe. Noch halten sich die Insolvenzen in Grenzen, doch das liege nur daran, dass die Regierung die Pflichten für die Anmeldung eine solchen Insolvenz gelockert beziehungsweise aufgeschoben habe. Das Problem sei nur verschleppt, so der Verband.

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