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200 Mitarbeiter des Bezirksklinikums in Regensburg im Ausstand | BR24

© Kathrin Birner/Verdi

Mit einer Menschenkette vor dem Bezirksklinikum demonstrierten die Kolleginnen und Kollegen für Ihre Forderungen

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    200 Mitarbeiter des Bezirksklinikums in Regensburg im Ausstand

    Rund 200 Mitarbeiter des Bezirksklinikums Regensburg sind am Mittwoch dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt. Wegen der Corona-Pandemie haben der Gewerkschaft zufolge viele Kollegen auf eine Arbeitsniederlegung verzichtet.

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    Im Tarifstreit im Öffentlichen Dienst haben am Mittwoch mehr als 200 Mitarbeiter der medizinischen Einrichtungen des Bezirk Oberpfalz (Medbo) in Regensburg die Arbeit niedergelegt. Die Kolleginnen und Kollegen bildeten eine Menschenkette rund um das Bezirksklinikum. Die Notfallversorgung während des Streiks war nach Angaben der Gewerkschaft Verdi durch eine Notdienstvereinbarung gesichert.

    Enttäuschung bei den Beschäftigten

    Verdi-Gewerkschaftssekretärin Karin Wagner sagte, die Beschäftigen seien enttäuscht, dass die außergewöhnlichen Belastungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst während der Corona-Pandemie von den Arbeitgebern nicht entsprechend gewürdigt würden. "Noch im Frühjahr wurden sie mit viel Applaus bedacht. Aber heute scheint das alles bereits vergessen zu sein", sagte Wagner. Es sei empörend, dass die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hätten.

    Corona prägt den Streik

    Wagner betonte, die Beschäftigten gingen angesichts der Corona-Pandemie sehr verantwortlich mit ihrem Streikrecht um. Tatsächlich hätten sich in Regensburg gerne mehr Klinik-Beschäftigte am Streik beteiligt. Die Versorgung der Patienten hätte jedoch höchste Priorität.

    Bereits am Dienstag hatten in Regensburg rund 200 Beschäftigte der Straßenreinigung, der Müllabfuhr und des städtischen Wertstoffhofes gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst unter anderem eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent. Die nächsten Tarifgespräche sind für den 22. und 23. Oktober geplant. Es ist die dritte Verhandlungsrunde.

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