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20 Jahre Greencard in Deutschland | BR24

© Christian Sachsinger/BR

20 Jahre Greencard gegen Fachkräftemangel

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20 Jahre Greencard in Deutschland

Seit 20 Jahren gibt es bei uns die Green Card, eine Erlaubnis, für IT-Spezialisten, die nicht aus Europa kamen, aber in Deutschland arbeiten wollten. Damit wollte die damalige Rot-Grüne Bundesregierung endlich den Fachkräftemangel bekämpfen.

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Lange hatte die Wirtschaft den Bundeskanzler bekniet, doch endlich etwas zu tun, damit mehr Computer- und Internet-Experten ins Land kämen. Dann im März 2000 kam auf der mittlerweile eingestellten Computermesse Cebit, von Bundeskanzler Gerhard Schröder der vermeintlich erlösende Satz:

Wir sind dazu bereit, jene Card zu geben, die in Amerika "Green" heißt. Bei uns würde sie halt "Red-Green" heißen. Bundeskanzler Gerhard Schröder

Dennoch kein Erfolg

Die Greencard hieß dann offiziell „Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs“. Zunächst einmal drei Jahre lang sollten gut verdienende Spezialisten etwa aus Indien oder der Ukraine nach Deutschland kommen und 5 Jahre lang in Deutschland arbeiten dürfen. 20.000 Greencards hätten die Behörden maximal vergeben dürfen. Doch das Kontingent wurde bis zum Schluss nicht annähernd ausgeschöpft. Viele IT-Experten zog es damals einfach nicht nach Deutschland. Die deutsche Greencard war schon deshalb kein wirklicher Erfolg und den Fachkräftemangel gibt es in Deutschland bis heute.

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