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3.500 Beschäftigte aufgerufen: Streik im fränkischen Handel | BR24

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert 2.000 Beschäftigte in sieben mainfränkischen Einzelhandelsbetrieben heute zum Streik auf. Betroffen sind Marktkauf-, Kaufland- und H&M-Filialen in Schweinfurt, Würzburg und Bad Kissingen.

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3.500 Beschäftigte aufgerufen: Streik im fränkischen Handel

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat 3.500 Beschäftigte in überwiegend fränkischen Einzelhandelsbetrieben zum Streik aufgerufen - zum Beispiel in Marktkauf-, Kaufland- und H&M-Filialen in Schweinfurt, Würzburg und Bad Kissingen.

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Die Mitarbeiter in den Filialen von Marktkauf in Schweinfurt, H&M in Schweinfurt und Würzburg und in den Kaufland-Supermärkte in Schweinfurt und Bad Kissingen sind heute zum ganztägigen Streik aufgerufen.

Einzelhandels-Streik vielleicht auch am Samstag

Einzelne Filialen wollen den Streik auf Samstag ausweiten, berichtet Peter König. Er ist ver.di-Gewerkschaftssekretär für den Handel in Unterfranken. Auch die Beschäftigten in den Zentrallagern von Edeka in Gochsheim, Marktredwitz und Sachsen bei Ansbach beteiligen sich demnach am Ausstand. Sie wollen sogar bis Mittwoch weiterstreiken, so König. Das Zentrallager von Kaufland in Donnersdorf hatte bereits am Dienstag den Streik aufgenommen. Diese Ausweitung des Streiks geschehe, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Am Untermain soll in der kommenden Woche gestreikt werden.

"Wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen am Freitag eher marginal sein werden, denn die Regale und Frischetheken sind ja schon bestückt. Aber dadurch, dass wir den Streik auf den ganzen Freitag und möglicherweise auf Samstag ausdehnen, werden die Kunden dann möglicherweise schon die Auswirkungen spüren: Regale sind nicht wieder aufgefüllt und die Frischetheken werden nicht voll besetzt sein." Peter König, ver.di-Gewerkschaftssekretär für den Handel in Unterfranken

Im Vorfeld der Tarifverhandlungen fordert ver.di Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Zudem soll die Vergütung für Azubis monatlich um 100 Euro steigen. Ferner sollen Tarifverträge im Handel allgemeinverbindlich werden. Das heißt, auch Mitarbeitende, die nicht in einer Gewerkschaft sind, können sich dann auf die Regelungen in den Tarifverträgen berufen.

Die Arbeitgeber bieten weiterhin bislang nur einen Aufschlag von 2 Prozent. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. Juli geplant. Der Handel ist mit 13 Prozent Anteil an der bayerischen Gesamtwirtschaftskraft die stärkste Wirtschaftsklasse in Bayern - noch vor der Automobilindustrie.