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10.000-Häuser-Programm: Großer Ansturm auf Fördergelder | BR24

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Ende Juli gab Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den Startschuss für die neue Auflage des 10.000-Häuser-Programms. Vor allem Photovoltaik-Anlagen will die Landesregierung damit fördern. Ein erstes Fazit fällt positiv aus.

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10.000-Häuser-Programm: Großer Ansturm auf Fördergelder

Ende Juli gab Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den Startschuss für die neue Auflage des 10.000-Häuser-Programms. Vor allem Photovoltaik-Anlagen will die Landesregierung damit fördern. Ein erstes Fazit fällt positiv aus.

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Die Bayerische Staatsregierung möchte die dezentrale Energiewende vorantreiben. Deshalb ist vor einigen Wochen das sogenannte 10.000-Häuser-Programm in eine neue Runde gestartet. Damit unterstützt der Freistaat Eigentümer, die in ihrer Immobilie Energieeffizienz und neue Technologien kombinieren wollen. Ein wichtiger Baustein des Projekts ist die Förderung von Photovoltaik-Anlagen in Verbindung mit Speicherakkus. Seit Anfang August können Hauseigentümer die Fördergelder beantragen. Der Ansturm ist groß.

Programm will Solarstrom aus Bayern fördern

Seit Anfang August überhäufen Hauseigentümer das Ministerium regelrecht mit Anträgen. Mehr als 1.600 Förderantrage sind bayernweit bereits eingegangen. Die Investition in Speicheranlagen für Solarstrom kann schnell 10.000 Euro oder mehr verschlingen. 500 Euro Grundförderung bekommen die Antragsteller für einen Speicher mit drei Kilowattstunden. Bei einem 30 KWh-Speicher etwa steigt dieser Zuschuss bis auf 3.200 Euro.

Lange Wartezeiten für Antragsteller

"Wichtige Fördervoraussetzung ist, dass zuerst der elektronische Antrag gestellt wird", sagt Heiko Brückner, der bei der Regierung von Unterfranken für das Programm zuständig ist. Beim Vorgängerprogramm gab es Ärger, weil einige Antragsteller leer ausgingen. Sie hatten ihre Anlage bereits geordert und erst dann die Förderung beantragt. Ein weiteres Ärgernis waren schon beim letzten Mal die langen Wartezeiten. Bis zu einem Jahr mussten sich Antragsteller gedulden. Das könnte wegen des knappen Personals auch dieses Mal so sein, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger beim Startschuss des Programms Ende Juli.

Fördermittel könnten im Herbst ausgeschöpft sein

Auch Ladeeinrichtungen für Elektroautos werden durch das neue Programm zusätzlich mit 200 Euro gefördert. Offiziell ist das Programm bis 2022 angelegt. Das im Haushalt freigegebene Geld ist aber begrenzt: 24 Millionen Euro stellt die Staatsregierung zur Verfügung. Wenn der Ansturm aufs 10.000-Häuser-Programm mit dem derzeitigen Tempo anhält, könnten die Fördermittel allerdings schon in diesem Herbst zur Neige gehen, sagt Heiko Brückner.