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Winter-Wetter in Bayern Schneefall sorgt für viele Unfälle

In der Nacht zum Samstag hat starker Schneefall in Teilen Bayerns den Verkehr behindert. Tagsüber taute der Schnee: Für das Allgäu warnt der Deutsche Wetterdienst vor Überschwemmungen von Straßen.

Von: Gerhard Brack und Markus Ehrlich

Stand: 30.12.2017

In der vergangenen Nacht hat starker Schneefall vor allem in der Oberpfalz vielen Autofahrern das Leben schwer gemacht. Wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte, kam es zu deutlichen Beeinträchtigungen und vielen Unfällen. Am schlimmsten erwischte es einen Lkw-Fahrer: Sein Lkw kam auf der A3 zwischen Rosenhof und Wörth/Wiesent von der Fahrbahn ab und stürzte um. Einsatzkräfte brachten den leichtverletzten Fahrer in ein Krankenhaus.

Unfälle auf glatten Straßen

Mehrere Lkw und ein Linienbus blieben an glatten Steigungen hängen. Etliche Autofahrer rutschten mit ihren Wagen von den schneebedeckten Straßen und landeten im Graben oder prallten gegen Bäume. Hier wurde niemand verletzt. Es blieb bei Blechschäden. Wegen des schlechten Wetters könne der umgekippte Lastwagen erst am frühen Samstagmorgen geborgen werden, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Erst vor Tagen hatte das Schneewetter ein Chaos auf der A8 ausgelöst.

Probleme auch in anderen Bezirken

Auch in Mittelfranken führten starker Schneefall und glatte Straßen zu vielen Unfällen. Bis zum frühen Morgen zählte die Polizei in dem Regierungsbezirk 95 wetterbedingte Unfälle, wie ein Sprecher mitteilte. Größtenteils blieb es demnach bei Blechschäden.

Vereinzelt waren Autofahrer noch mit Sommerreifen unterwegs und verursachten so Unfälle. Ein 29-Jähriger kam in der Freitagnacht bei Frensdorf (Landkreis Bamberg) in einem Kreisverkehr von der Straße ab und überfuhr die Verkehrsinsel. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann noch mit Sommerreifen unterwegs gewesen - was ein Bußgeld nach sich zieht.

Verletzte auf A 9 in Oberbayern

In Oberbayern kam es auf der Autobahn 9 vor allem zwischen Allershausen (Landkreis Freising) und Denkendorf (Landkreis Eichstätt) zu mehreren Unfällen wegen Schneefalls. Dabei wurden mehrere Menschen leicht verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Überschwemmungen im Allgäu drohen

Bis Sonntagfrüh soll es tagsüber wieder tauen. Im Allgäu und im Landkreis Lindau soll dabei soviel Hochwasser abfließen, dass Straßen überschwemmt werden können. Der Deutsche Wetterdienst erwartet lokal bis zu 70 Liter Tauwasser pro Quadratmeter und hat für Schwaben eine Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter herausgegeben. Auch in den oberfränkischen Landkreisen Bamberg, Kronach und Coburg ist mit Überschwemmungen wegen des Tauwetters zu rechnen.

Auch in den Ammergauer und Allgäuer Alpen wurde die Lawinengefahr oberhalb der Waldgrenze nun auf Stufe 3 erhöht.

Wetterausblick

Neuschnee wird heute nur wenig erwartet, die Temperaturen steigen mancherorts bis 13 Grad, in den Alpentälern auf 1 bis 7 Grad. In der Nacht auf Sonntag soll es dann vermehrt Regen geben, aber keinen Frost.


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Josef, Samstag, 30.Dezember, 17:47 Uhr

5. Uff

Gott sei Dank verurscht der Schneefall keinen Sonnenbrand! Auch am miserablen Abendprogramm aller Sender verursacht der Schneefall leider nichts!

Paule, Samstag, 30.Dezember, 15:39 Uhr

4. Welch Überraschung ...

... es ist Winter und es schneit.
Nun sehe ich aber grundsätzlich kein Problem darin, bei Schneefall und Schnee auf der Fahrbahn Auto zu fahren.
Das Problem liegt bei den Fahrern, welche Unfälle verschulden. Unangepasste Fahrweise führt halt im Winter zum Rutschen.
Den Fahrern mit Sommerreifen gehört mal bis nächsten Oktober der Führerschein abgenommen, dann haben sie ein dreiviertel
Jahr Zeit, sich über den Sinn von Allwetter-(Ganzjahres-) und Winterreifen zu informieren und diese selben dann im Oktober nächsten
Jahres ans Auto montieren zu lassen.

UH, Samstag, 30.Dezember, 13:03 Uhr

3. Daheim bleiben?!

Man bleibt halt auch mal daheim, wenn es die Wetterlage erfordert und man muß nicht gerad zur Arbeit!
Es ist Winter und man kann ja auch sich in gewisser Weise nach dem Wetterbericht richten!

  • Antwort von Wolfgang, Samstag, 30.Dezember, 13:19 Uhr

    Hallo,

    zu hause bleiben, etliche Arbeitsgebiete vertragen es völlig problemlos nicht zu kommen oder auch mal 5h später nach Beruhigung der Verkehrslage. Nicht jeder ist Haustechniker im Krankenhaus, dort Pfleger oder Schneeflugfahrer.

    Und bei 24 Tagen und mehr Jahresurlaub ist das kein Problem.

  • Antwort von Oliver M., Samstag, 30.Dezember, 15:27 Uhr

    Schön, wenn Sie einen so toleranten Arbeitgeber haben. Ich habe das tatsächlich oder mache Homeoffice, wenns grauslig ist. Aber es soll auch Menschen geben, die pünktlich zur Arbeit erscheinen müssen...

  • Antwort von DerPaule, Samstag, 30.Dezember, 15:57 Uhr

    Rrichtiiich :)
    Sowohl meine Vorgesetzten, als auch ich selbst, hassen Unpünktlichkeit.
    Einfach mal ein wenig langsamer fahren und noch ein Stückchen mehr Abstand halten,
    dann klappt das auch mit dem Vordermann und dem Gegenverkehr. Man kann ja entsprechend
    früher losfahren, auch wenn man dann als Murmeltier früher aus den Federn muss.

  • Antwort von Danke FDP , Samstag, 30.Dezember, 16:11 Uhr

    @ Wolfgang + Oliver M.
    UH hat doch explizit geschrieben „man bleibt halt mal daheim … wenn man muß nicht grad zur Arbeit“
    Was ist daran falsch bzw. warum kritisieren Sie, dass nicht jeder einen toleranten Arbeitgeber bzw. eine entsprechende Arbeitsstelle hat?

  • Antwort von IH, Samstag, 30.Dezember, 19:16 Uhr

    Punkt ist doch einfach, dass man mit einfachen Mitteln solche unnötigen Unfälle und das damit einhergehende Verkehrschaos vermeiden könnte. Wenn einfach jeder auf der Straße wieder mal ein einfaches Verständnis von physikalischen Zusammenhängen hätte, und einen gesunden Menschenverstand.

  • Antwort von Oliver M., Samstag, 30.Dezember, 19:36 Uhr

    @Danke FDP
    Kritisiere ich ja gar nicht. Mich stört lediglich der pauschale Vorschlag, zu Hause zu bleiben. Ich denke, dass nur der geringere Teil der arbeitenden Bevölkerung das kann.

  • Antwort von Hirsch, Samstag, 30.Dezember, 20:28 Uhr

    i muss -I muss, als katholischer wird es im nächsten leben ja besser sagen die . Was ist schon ein Tag

  • Antwort von Wolfgang, Sonntag, 31.Dezember, 09:47 Uhr

    @ Oliver M.

    mag sein, es dürften aber wesentlich mehr bei die Fahrer überfordernden Wetterlagen im PKW unterwegs sein als von den Arbeitsprozessen her nötig.

    Deshalb je nach Arbeit, nicht fahren, deutlich früher aufstehen und/oder nicht hetzen und eben verspätet erscheinen. Weder Kollegen noch der Chef hat was von Mitarbeitern die nach Unfällen in der Klinik liegen.

    Meine Frau ist Krankenpflegerin, da kommt es schon vor daß nach Nachtdienst sie eine Stunde auf die Frühschicht warten muß.. aber Probleme mit der Klinikleitung bekommt deshalb niemand.

  • Antwort von Fahrer, Sonntag, 31.Dezember, 13:30 Uhr

    -- und der Winterdienst bleibt als erstes zu Hause !!!

Maria A., Samstag, 30.Dezember, 12:46 Uhr

2. Wie das Jahr begann, geht es zur Neige...

Wir hatten vorgestern Schneefall und gestern einen Wintertag wie aus dem Bilderbuch! Da waren mal wieder alle Bustouristen entzückt bei ihren Rundfahrten durchs Weihnachtsland. Aber auch viele ansässigen Familien mit Kindern, da die freiwillig ihre Sofaecke verließen und sich draußen vergnügten. Absolut hochwinterlich zeigte sich der Kurort Oberwiesenthal. Da herrschte bei wenigen Minusgraden die letzten Tage Hochbetrieb auf den Pisten. Morgen soll ja leider Tauwetter einsetzen. Es gab dieses Jahr generell ein Auf und Ab bei den Temperaturen, wir hatten kein beständiges Wetter. Hoffen wir gemeinsam auf ein besseres Neues! Wünsche allerseits einen guten Rutsch ins 2018!

  • Antwort von Barbara, Samstag, 30.Dezember, 14:05 Uhr

    Wir brauchen keinen "Rutsch ins 2018"! Haben Sie immer noch nicht gemerkt, wie fie ganze Regierung weg-gerutscht ist und da wollen Sie den Leuten einen "Rutsch" wünschen. Nein danke! Alles, was wir brauchen, ist Gottes Segen. Sonst nichts.

  • Antwort von Leo, Samstag, 30.Dezember, 14:42 Uhr

    Barbara, bei Leuten wie Ihnen wünsche ich mior manchmal, auch der BR würde seine Kommentarfunktion endlich deaktivieren, wie andere Domains es schon längst tun!

  • Antwort von Barbara, Samstag, 30.Dezember, 15:35 Uhr

    Leo, Leuten, wie Ihnen, möchte man wünschen, daß sie nicht nur ihre eigene Meinung gelten lassen, sondern auch lernen, die Meinung anderer Leute zu ertragen. Denn alles, was wir nicht brauchen, ist Alleinherrschaft der Meinungen und Despotie!

  • Antwort von DerPaule, Samstag, 30.Dezember, 15:46 Uhr

    Wer sich auf Gottes Segen verlässt und den Handlungsbedarf nicht sieht,
    hat einfach nur Pech beim Denken.

  • Antwort von Barbara, Samstag, 30.Dezember, 16:00 Uhr

    Paule, wenn der Segen Gottes fehlt, dann können die Leute nicht handeln! Warum geht denn nichts vorwärts? Wie heißt das Sprichwort? "An Gottes Segen ist alles gelegen!"

  • Antwort von Danke FDP , Samstag, 30.Dezember, 16:18 Uhr

    @Barbara
    Was genau haben jetzt Neujahrwünsche mit der aktuellen Politik zu tun?
    Absolut Nichts!!!
    Ich wünsche Ihnen und auch allen anderen Lesern ebenfalls einen guten Rutsch sowie ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2018.

Floh, Samstag, 30.Dezember, 11:09 Uhr

1.

Leute es ist Winter.

  • Antwort von IH, Samstag, 30.Dezember, 19:18 Uhr

    Mich überrascht es jedes Jahr wieder, dass es der "Wintereinbruch" im ... Winter alle Jahre wieder in die Nachrichten schafft. Oder dass es immer noch kriminell-lebensmüde gibt, die den Sinn von Winterreifen nicht verstehen ...

  • Antwort von Wolfgang, Sonntag, 31.Dezember, 15:54 Uhr

    Hallo, bitte Winterreifen nicht sosehr loben, das schafft trügerisches Überlegenheitsgefühl.

    1. Soviel mehr Traktion, Spurführung und Sicherheit bringen Winterreifen nämlich auch nicht, weg mit den Illusionen.

    2. Bergauf liegenbleiben von LKW mag für den Rest der Verkehrsteilnehmer lästig sein, bringt aber keine Gefährdung, nur Stau.

    3. Nur wenn soviel Svchnee liegt daß sich das Reifenprofil auf der Fahrbahn einprägt gibt es nenenswerte bessere Spurführung oder Bremsverzögerung.

    4. Auf salznassen Strassen oder massiven trocknem Eis sind die Unterschiede vernachlässigbar, trotz der Mächen von Gummimischung und Temperatur.

    Ob Kurven oder Bremsweg, die beherrschbare Geschwindigkeit mit winterreifen ist nur minimal höher als mit Sommerreifen.

    Fahrt so als wenn es Sommerreifen wären.