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Jagdverband Unterfranken Schweinepest: Jäger halten Forderungen des Bauernverbands für illusorisch

Die Forderung des Bauernverbands, zur Vorbeugung gegen die Afrikanische Schweinepest 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland abzuschießen, stößt auf Skepsis. "Nicht machbar", heißt es zum Beispiel aus der unterfränkischen Jägerschaft.

Von: Anke Gundelach

Stand: 12.01.2018

Als vorbeugende Maßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest fordert der Bauernverband, 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland abzuschießen. Nun kommt die Reaktion der Jäger - und die hält die Idee zwar für nachvollziehbar, letztlich aber für einen Schuss in den Ofen. Der unterfränkische Bezirksvorsitzende des Bayerischen Jagdverbands, Enno Piening, sagte dem BR, eine derartige Reduzierung des Bestands sei "faktisch nicht machbar".

"Prinzipiell habe ich Verständnis für dieses Forderung nach dieser hohen Abschussquote, realistischerweise ist die aber nicht umsetzbar. Dazu ist die Population zu groß und die Sauen sind zu schlau."

Enno Piening, unterfränkischer Bezirksvorsitzender des Bayerischen Jagdverbands

Unterfränkischer Jagd-Vorsitzender: "Die Sauen sind zu schlau"

Um höhere Abschussquoten zu erreichen, könne man allenfalls über Möglichkeiten nachdenken, die bisher kaum genutzt werden und veterinärbehördlicher Genehmigungen bedürfen, so Piening. So sei etwa der Einsatz von sogenannten Saufängen möglich, was aber mit großem Aufwand verbunden wäre – und mit ungewissem Ergebnis. Denkbar sei auch der Einsatz von Scheinwerfern und Nachtzielgeräten in der Dunkelheit. Bisher gibt es für das Schwarzwild laut Enno Piening keine festen Abschussquoten. Es sollten schlicht "so viele möglich" erlegt werden.


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Geli, Freitag, 12.Januar, 22:39 Uhr

6.

Min Gott seit Ihr wieder schlau.

Aber es gibt weit mehr Wildschweine auf zwei wie auf vier Beinen in unseren Breiten!!!

ACHSO, Freitag, 12.Januar, 20:14 Uhr

5. zu schlau

wenn die sauen intelligenter als ihre jäger sind, dann ist der jüngste tag nicht mehr weit und das gerede von der dummen sau, die zu nichts anderem zu gebrauchen ist als durch den homo verspeist zu werden fraglich.
vielleicht wäre es einfacher 100 % der Stallschschweine zu erlösen. die entkommen nicht so leicht. dann passiert denen auch nichts mehr.

Klaus P., Freitag, 12.Januar, 18:59 Uhr

4. Ach du liebes Schießgewehr!

Wenn man schon lange nicht gelacht hat, dann kann man es jetzt! Man stelle sich vor, so eine Masse Wildschweine abzuschießen. Die Jäger müssten wohl Tag und Nacht schießen, also Überstunden schieben, um der Forderung zu entsprechen...

KON, Freitag, 12.Januar, 18:07 Uhr

3. Schweinepest

Vielleicht ist die afrikanische Schweinepest ein Wink unseres Schöpfers, der nicht mehr länger mit ansehen will, wie der Mensch seine Mitgeschöpfe durch die Massentierhaltung quält und dabei seine eigenen Lebensgrundlagen zerstört.

Optic, Freitag, 12.Januar, 18:00 Uhr

2. Bauernverband spricht nur für Agrarindustrie

Der Bauernverband dreht durch. Ich bin kein Freund der dt. Jäger, aber es sind nicht die Wildschweine, die den Virus übertragen. Eine deutlich höhere geforderte Abschußquote wird nicht funktionieren. Schon heute sind die Wildschweinpreise am Boden. Wird noch mehr geschossen, werden die Preise weiter sinken. Die Flinte der Jäger wird dann gleich ganz im Schrank bleiben. Auch eine erhöhte Abschußprämie wird da nicht helfen. Es sind die Bauern, die durch subventionierten Mais und Rapsanbau den Wildschweinen einen gedeckten Tisch bereiten. Der Klimawandel tut ein übrigens. Auch die Buchen und andere Arten werfen viel für die Wildschweine ab. Vernünftig wäre eine deutliche Reduzierung der Tierbestände. Egal ob Schwein oder Rind oder........