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Dialekt macht Spaß Schülertag am Unterfränkischen Dialektinstitut

Dialekte sind ein Kulturgut, das nicht nur die alte Generation schätzt. Ganz im Gegenteil! Der Schülertag am Unterfränkischen Dialektinstitut erhält regen Zulauf.

Von: Luis Hautzinger

Stand: 08.03.2018

Fränkischer Dialekt | Bild: picture-alliance/dpa

Dialekte liegen im Trend und sind nicht nur etwas für Hinterwäldler. Viele erfolgreiche Kabarettisten und Musiker haben zu diesem Imagewandel beigetragen. Und der kommt jetzt auch bei den Jungen an.

Unterfränkische Mundarten versammelt

370 Schülerinnen und Schüler aus Unterfranken hat das Dialektinstitut der Universität Würzburg (UDI) am Dienstag zu Gast gehabt. Die Achtklässler kommen dort zusammen und entdecken unterfränkische Mundarten in ihren verschiedensten Ausprägungen, von der Rhön bis zum Untermain. Das Interesse an Dialekten zu stärken und weiter zu geben ist ein wichtiges Anliegen des vor 15 Jahren gegründeten Instituts. Deshalb steht es in engem Kontakt mit den Schulen in der Region.

Dialekt mit viel Witz

Der diesjährige Dialekttag steht unter dem Motto "Dialekt und Humor". In Vorträgen und Lernzirkeln geben Experten ihr Wissen an die Schüler weiter. Mit viel Witz nähern sich die "Studenten der Dialektologie" ihren und verwandten Mundarten. Zwölf Klassen haben Sketche im Heimatdialekt vorbereitet und tragen diese in einem Wettbewerb vor. Die Gewinner erwarten spannende Sachpreise.

Nächstes Jahr geht´s weiter

Auch im kommenden Jahr wird das UDI wieder einen Dialekttag für Schülerinnen und Schüler veranstalten. Das Motto lautet dann "Dialekt und Comic". Die Anmeldung wird ab Mitte November möglich sein.


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Schwarzkopf Jürgen, Sonntag, 11.März, 21:14 Uhr

2. Schülertag am Unterfränkischen Dialektinstitut

Warum ist zu Beginn dieses Artikels mittelfränkischer bzw. Nürnberger "Gschmarri" eingeblendet? Wir werden vom BR in der Frankenschau und in der Frankenschau aktuell so sehr mit Nürnberger Beiträgen überschwemmt (heute in der Frankenschau wieder -wie üblich- 3 Beiträge aus Mittelfranken, aber nur einer aus Unterfranken), dass Sie im Studio Nürnberg bei einem solchen unterfränkischen Beitrag statt diesen Nürnberger Schmarrn besser unterfränkische Dialektbeispiele darstellen hätten sollen. Aber diesbezüglich ist bei Verantwortlichen des BR-Studio Nürnberg nur mittelfränkisches Scheuklappengehabe angesagt.

Wolfgang, Samstag, 10.März, 09:48 Uhr

1. Ein Staat braucht eine "lingua franca" hier also das Hochdeutsch für alle!

Ja es gibt das Beispiel Schweiz mit dem Welschland und Tessin, die Engadiner beherschen aber alle Schritdeutsch.

Tanzania wurde als Nation geeint und hat inneren Frieden auch durch die Spache swaheli dank des Julius Nyerere.

Gegenbeispiel war vor 75 Jahren auf der Krim, Mannschaftsdienstgrade von Truppenteilen aus dem Burgenland mussten sich auf gebrochen russisch mit Friesen der Kriegsmarine unterhalten.

Dialekt also nur als Hobby nach vollständigem Beherrschen des Hochdeutschen.

  • Antwort von IH, Sonntag, 11.März, 13:13 Uhr

    Wolfgang, jeder, mag er noch so breiten Dialekt sprechen, beherrscht das Schriftdeutsch - heutzutage sowieso, schließlich gab es ja lange genug "Dialektverbot" in den Schulen. Ohne Dialekt verarmt unsere Kulturlandschaft, und ich sehe es grade in meiner Heimatregion, dass immer weniger Kinder Dialekt sprechen - hier in Oberbayern ist das noch anders. Vielleicht sehe ich das sentimental - das kann man mir sicher vorwerfen.

    Selbst der Hannoveraner kann sich an breiten oberbayerischen Dialekt gewöhnen. Und machen Sie sich keine Sorgen, dass UDI ist das Gegenteil von "überfinanzierten" Privatpersonen, die dort ihr Hobby ausüben - ganz im Gegenteil ...

    Und glauben Sie mir, ich weiß meine Steuergelder bei einem Dialektforschungsinstitut besser aufgehoben als bei den ganzen Genderforschungslehrstühlen, wo kulturelle Marxisten sich bezahlt ihren totalitären Gehirnf.... hingeben dürfen.