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Schotterwerk Aub Auffüllstopp teilweise aufgehoben

Das Landratsamt Würzburg hat den Auffüllstopp für das Schotterwerk in Aub wieder aufgehoben. Der Betreiber darf einen genau festgelegten Bereich verfüllen. Auch das Füllmaterial ist genau vorgegeben.

Stand: 04.05.2017

Von dem Material, das an neuer Stelle verfüllt wird, dürfe keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgehen, so das Landratsamt am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Am 14. April des vergangenen Jahres wurde für das Schotterwerk ein Verfüllstopp verhängt, nachdem bekannt geworden war, dass dort illegal umweltbelastender Schutt entsorgt wurde. Der Bund Naturschutz sprach unter anderem von 20.000 Tonnen Asphalt sowie ausgedienten Öltanks. Dadurch könnten möglicherweise gesundheitsschädliche und wassergefährdende Schadstoffe in Boden und Wasser gelangt sein.

Tausende Tonnen Teer müssen raus

Laut Landratsamt Würzburg handelte es sich um 8,5 Hektar belasteten Deponieraum. "Da sind zwanzigtausend Tonnen Teer drin, die haben darin überhaupt nichts verloren. Das muss irgendwann wieder raus", sagte Landrat Nuß im Juni 2016 dem Bayerischen Rundfunk. Laut Landratsamt Würzburg ist die Fläche, die nun verfüllt werden darf, 280 Meter von dem mit Asphalt belasteten Bereich entfernt. Das Auffüllstopp wurde am 2. Mai aufgehoben.

Hintergrund:

Der zum Schotterwerk Aub gehörende Steinbruch ist 47 Hektar groß. 2004 gab es erste Hinweise, dass dort unkontrolliert Bauschutt- und Teerabfälle abgelagert wurden. Die anonyme Anzeige eines ehemaligen Mitarbeiters brachte den Fall im März letzten Jahres auf ins Rollen. Seit Sommer war der daraufhin Steinbruch geschlossen. Auf dem Gelände werden bis zu 20.000 Tonnen möglicherweise krebserregende Abfälle vermutet, darunter auch alte Öltanks. Messungen ergaben, dass im Steinbruch Aub die Menge der polyzyklischen Kohlenwasserstoffe aus Teerabfällen mit über 80 Mikrogramm pro Kubikmeter den Grenzwert um das Drei- bis Vierfache übersteigt.


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