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Bestände erholen sich Die Rettung der Rhönschafe

Rhönschafe galten lange als vom Aussterben bedroht. Mittlerweile hat sich der Bestand laut Fachleuten stabilisiert. Wegen ihres unverwechselbaren Aussehens und ihres freundlichen Wesens sind Rhönschafe echte Sympathieträger.

Stand: 16.04.2018

Die Wiesenweiden in der Rhön. Dem Mittelgebirge zwischen Nordbayern, Südthüringen und Hessen. Das Rhönschaf mit seinem typisch schwarzen Kopf und seinen sonst weißen Körper hat auf den sogenannten Borstgraswiesen eine ganz wichtige Funktion, die offenen Flächen der weiten offenen Flächen offen zu halten. Norbert Steiche war mit einem Schäfer beim Weideauftrieb in der Rhön. Und er ist ganz schön ins Schwitzen gekommen….. | Bild: Norbert Steiche / BR

Schwarzer, unbewollter Kopf und weißes Fell – das Rhönschaf galt lange als gefährdete Nutztierrasse in Deutschland. In den 1980er Jahren stand es sogar kurz vor dem Aussterben. Mittlerweile haben sich die Bestände Fachleuten zufolge erholt. Allein in Bayern gibt es derzeit etwa 1.500 offiziell gezählte Zuchttiere. Insgesamt könnte es sogar bis zu 5.000 Rhönschafe in Bayern geben.

"Seit etwa zehn Jahren sind die Zahlen auf einem stabilen Niveau."

Christian Mendel, Zuchtleiter Bayerische Herdbuch-Gesellschaft

Rhönschaf weiterhin bedroht

Schafe auf einer Weide in der Rhön

Dennoch gilt das Rhönschaf weiterhin als bedrohte Tierrasse, wenn auch auf der niedrigsten von insgesamt vier Gefährdungsstufen. Nach Ansicht von Experten ist diese positive Entwicklung auf die geringere Wirtschaftlichkeit der Schafhaltung zurückzuführen, welche sich folglich immer mehr zu einem Hobby entwickelt. Das Rhönschaf ist durch seine besonderen äußerlichen Merkmale und seine freundliche Art sehr beliebt unter den Freizeitzüchtern. Zudem ist es pflegeleicht und lässt sich leicht zähmen.

"Wenn sie schon kein Geld verdienen, wollen sie wenigstens einen Beitrag zur Erhaltung einer bedrohten Rasse leisten."

Arnd Ritter, Zuchtleiter Hessischer Verband für Schafzucht und Haltung

Förderprogramme für Fortbestand

Ein weiterer Grund für die Stabilisierung der Bestände sind Förderprogramme der EU. In Bayern erhalten Züchter beispielsweise 25 Euro pro Zuchttier. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz betreibt zudem eigene Rhönschaf-Projekte und unterhält eigene Herden. In der Rhön beweiden die Schafe viele Freiflächen und sorgen so für den Erhalt der Kulturlandschaft. Mit dem dortigen Klima kommen sie sehr gut zurecht. In Oberelsbach (Landkreis Rhön-Grabfeld) gibt es sogar eine Herde mit rund 500 Tieren.


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thomas angelstein, Montag, 16.April, 18:46 Uhr

2. Rhönschaf

Rhönschafe haben keine schwarzen Beine! Josef Kolb hat Rhönschaf! - Lieber Herr Angelstein, wir bitten, das Versehen zu entschuldigen und haben das Bild geändert. Viele Grüße, BR24 Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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Lisa, Montag, 16.April, 18:43 Uhr

1. Bild

Super....gleich mal wieder schwarzköpfige Fleischschafe abgebildet....Redaktion sollte die Artikel auch mal lesen. Das Rhönschaf hat weiße unbewollte Beine - Hallo Lisa, wir bitten, das Versehen zu entschuldigen und haben das Bild geändert. Viele Grüße, BR24 Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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