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Kurioser Prozess um Notruf-Missbrauch Beim Monopoly betrogen: Mitspieler wählt Notruf

Mit einem ungewöhnlichen Hilferuf muss sich das Amtsgericht Kitzingen befassen. Angeklagt ist ein 24 Jahre alter Schaustellergehilfe aus Würzburg. Weil er sich beim Brettspiel Monopoly betrogen fühlte, wählte er den Polizeinotruf.

Stand: 13.03.2018

In der früheren Kitzinger US-Siedlung Marshall Heights hatte er nachts mit Bekannten unter dem Carport eine Runde Monopoly gespielt. Als er sich übervorteilt fühlte, wählte er kurzerhand den Notruf und beklagte sich, dass er "beim Monopoly beschissen" werde. Der Gerichtstermin könnte den Monopoly-Spieler abseits von der Spielfeld-Ecke auch im echten Leben ins Gefängnis bringen. Er steht nämlich wegen einer anderen Sache derzeit unter Bewährung.


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Wolfgang, Dienstag, 13.März, 15:18 Uhr

3. Polizisten haben auch eine juristische Ausbildung

Bei Stundensätzen für Rechstanwälte ab 200€ sollten für die Fachkräfte der Polizei sagen ich mal 66% davon, also 130€ dem Verursacher in Rechnung gestellt werden.

Das soltle auch für für Pusteverweigerer die zur Alkoholkontrolle in eine Klinik gefahren werden gelten.

Es gibt Länder die darauf verzichten, auch eine gute Lösung, die Verweigerung wird protokolliert und gilt ohne wenn und aber und unwiederlegbar als eine Alkolisierung von 1,6 Promille, gerichtsfest. Aus die Maus...

Pusteverweigern ist nichtmehr eine Frage der öffentlichen Sicherheit, Polizeipflichtaufgabe, sndern eine Dienstleistung ist die Klinikfahrt.

Bürger, Dienstag, 13.März, 11:00 Uhr

2. Prioritätensetzung

Regelmäßig wird von der Polizei (-Gewerkschaft) und auch Justiz über Überlastung berichtet.
Kann es sein dass bei Polizei die Prioritätensetzung falsch ist, oder man sich lieber mit solchen Bagatellen auseinandersetzt als mit den ernsthaften
Problemen der (organ.) Kriminalität u. Auswüchse in Großstädten? Wie viel solcher Bagatellen werden täglich durch die Mühlen der Polizei u. Justiz akribisch bis ins Letzte bearbeitet? Dann braucht man sich nicht über Defizite in der Kriminalitätsbekämpfung in Großstädten etc. nicht mehr wundern.

  • Antwort von Michael Müller, Dienstag, 13.März, 16:32 Uhr

    Und wer entscheidet über die Prioritätensetzung und darüber welche Taten der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden? Bitte googlen Sie "Legalitätsprinzip".

PeterZä, Dienstag, 13.März, 10:11 Uhr

1. Der arme Richter

Muss die ganze Verhandlung über versuchen nicht zu lachen...
Natürlich, den Notruf mit solchen Unsinnigkeiten belästigen geht nicht!
Doch ich vermute die Polizisten nehmen lieber solche Anrufe entgegen als Schwere Unfälle oder Straftaten.