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Wildflecken oder Hammelburg Kommt neues Nato-Kommandozentrum nach Unterfranken?

Die Bundeswehr hat der Nato zugesagt, ein neues Kommandozentrum für die Organisation von Truppen-Transporten aufzubauen. Bonn gilt als Favorit. Mehrere Bundestagsabgeordnete haben auch die Bundeswehrstandorte Hammelburg und Wildflecken ins Gespräch gebracht.

Von: Norbert Steiche

Stand: 07.03.2018

Nato-Fahne | Bild: picture-alliance/dpa

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat der Nato angeboten, ein neues Unterstützungskommando in Deutschland aufzubauen. Es ist noch nichts beschlossen, heißt es aus dem Bundesverteidigungsministerium. Und wie viele Soldaten und Zivilisten das Nato-Unterstützungskommando zur Koordination von Truppenverlegungen auch Staatsgrenzen hinweg bräuchte, steht auch noch nicht fest.

Bürgermeister preisen ihre Standorte an

Die bisherigen Standortgemeinden Hammelburg und Wildflecken im Landkreis Bad Kissingen hoffen, weiter bei der Standortsuche im Rennen zu bleiben. Dass bislang Bonn als möglicher Standort genannt wurde, schreckt die Bürgermeister im Saaletal und in der Rhön nicht ab.  

Eventuelle Kooperation zwischen Hammelburg und Wildflecken

Hammelburg bemüht sich um die Ansiedlung des Nato-Unterstützungskommandos. Rund 900 Dienststellen hat der Bundeswehrstandort durch die verschiedenen Bundeswehrreformen verloren. Und so  hat auch Hammelburgs Bürgermeister Armin Warmuth seine Stadt mit gut 11.000 Einwohnern als potentiellen Standort für das Nato-Unterstützungskommando ins Gespräch gebracht. "Ich würde mich freuen, wenn Hammelburg – eventuell in Zusammenarbeit mit Wildflecken – berücksichtigt würde. Es wird ja immer davon gesprochen, den ländlichen Raum zu stärken. Da würden wir uns freuen, wenn Hammelburg eine Chance hätte." Die Stadt erhofft sich, dass zusätzliche Soldaten die Kaufkraft vor Ort stärken.

Hoffen auf Nato-Kommando oder Bundeswehr-Rechenzentrum

"Wir haben richtig viel Platz", preist Wildfleckens Bürgermeister Gerd Kleinhenz die Vorzüge seines Ortes. Die Marktgemeinde mit knapp 3.000 Einwohnern am Fuße des Kreuzbergs ist und war seit Jahrzehnten an Soldaten gewöhnt. Mit knapp 1.000 Soldaten und Zivilisten ist die Bundeswehr noch vor Ort. Und das Nato-Unterstützungskommando könnten wir gut brauchen, sagt Gerd Kleinhenz. Wildflecken war bereits rund um die Jahrtausendwende in der engeren Auswahl für ein Nato-Kommando. Und wenn das mit dem Unterstützungskommando nicht klappt, bemüht sich Wildflecken, das Rechenzentrum der Bundeswehr zu bekommen. Auch hier würden mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen.


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