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Nach Bayern-1-Bericht Viele wollen für das ambulante Kinderpalliativteam der Malteser spenden

Die Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks über das Kinderpalliativteam der Malteser in Unterfranken und dessen Finanzierungsprobleme hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Viele meldeten sich spontan und kündigten Spenden an.

Von: Farsin Behnam und Anke Gundelach

Stand: 08.03.2018

Nachdem Bayern 1 am Mittwoch (07.03.18) über Floristin Ingrid Ratschker aus Erlenbach am Main berichtete, die 5.800 Euro für das Kinderpalliativteam gesammelt hatte, meldeten sich weitere Spender und versprachen teils hohe Geldsummen. Einer von ihnen ist Thomas Bihler, der Vorsitzende des Flughafenvereins München. Er erfuhr von der Geschichte beim Radiohören im Auto und entschloss sich spontan, das unterfränkische Kinderpalliativteam mit 1.000 Euro zu unterstützen.

"Ich bin selbst in verschiedensten Kuratorien und Kinderhospizen und weiß, was da für eine wertvolle Arbeit dahinter steckt. So etwas muss man einfach unterstützen."

Thomas Bihler, Vorsitzender Flughafenverein München

 
Das ambulante Team der Malteser, das sterbenskranke Kinder zu Hause in ihren Familien betreut, konnte im Oktober 2017 unter anderem dank einer Anschubfinanzierung von 240.000 Euro der BR Benefizaktion Sternstunden an den Start gehen. Weil die Krankenkassen sich weigerten, die weiteren Kosten voll zu übernehmen, drohte zunächst ein jährliches Defizit von 115.000 Euro. Der BR berichtete.

Nachdem parteiübergreifend Politiker der Region Druck auf die Kassen ausübten, kam es schließlich zu einer vorläufigen Einigung. Nach aktuellem Stand decken die Kassen die laufenden Kosten bis Mitte des Jahres ab, fordern dann aber die Anbindung an eine Kinderklinik.

Spenden kann man für das Kinderpalliativteam auf den Internetseiten der Malteser in Unterfranken.


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