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Millimeter um Millimeter Historisches Gebäude in Karlstadt wird angehoben

Spektakulärer Kraftakt in der Hauptstraße in Karlstadt: Dort wird ein denkmalgeschütztes Gebäude um mindestens 16 Zentimeter angehoben. Der Bau war über die Jahrhunderte krumm und schief geworden.

Stand: 12.07.2018

Anhebung eines historischen Gebäudes in Karlstadt | Bild: BR-Mainfranken/Sylvia Schubart-Arand

Der Verbindungsbau am stadtgeschichtlichen Museum wird mit Spezialpressen nach oben gedrückt. Wenn alles klappt wie geplant, sind Böden und Wände hinterher wieder gerade. Nicht nur eine optische Frage: Die Maßnahme soll im wahrsten Sinne des Wortes den Weg zur Barrierefreiheit ebnen. Außerdem sollen unter anderem der Anschluss für einen Aufzug und ein Treppenhaus hergestellt werden.

Fingerspitzengefühl gefragt

Für die Aktion werden Balken, Stahlträger, Winden und insgesamt zehn Pressen eingesetzt. Eine Presse hat eine Traglast von 30 Tonnen. Dabei müssen die Architekten und Ingenieure äußerst vorsichtig vorgehen. Wie lange die Aktion dauern wird, steht noch nicht fest. In dem Gebäude soll eine weitere Abteilung des Karlstadter Museums eingerichtet werden. Insgesamt wird die Sanierung rund 2,5 Millionen Euro kosten.

Anwesen aus dem Mittelalter

Das viergeschossige Gebäude stammt aus der Gründungszeit der Stadt im 13. Jahrhundert und war zeitweise in adeligem Besitz: Der Würzburger Fürstbischof und sein Gefolge suchten dort Unterschlupf vor der Pest. Prunkstück ist der große Saal im zweiten Stock. Er ist reich ausgestattet mit christlichen Motiven, Sinnsprüchen sowie Wappen verschiedener Adelsgeschlechter und noch immer bestens erhaltenen.


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