3

Runder Tisch zu defizitärem Bad Kann das Zeiler Hallenbad gerettet werden?

In und um Zeil am Main (Lkr. Haßberge) formiert sich der Protest gegen die drohende Schließung des Hallenbads. Bei dem Bad läuft jedes Jahr ein Defizit von 250.000 Euro auf, hinzu kommen nötige Investitionen.

Von: Norbert Steiche

Stand: 18.05.2018

Symbolbild geschlossenes Hallenbad | Bild: picture-alliance/dpa

Um das auf der Kippe stehende Zeiler Hallenbad zu retten, findet am Freitagnachmittag (18.05.18) im Rudolf-Winkler-Haus ein "Runder Tisch" statt. Entscheidungsträger und Gegner der Schließung treffen sich zum Austausch.

Online-Petition für Erhalt des Zeiler Hallenbads

In der Region wächst das Engagement für den Erhalt des Bads. So hat Julian Müller aus dem Vorstand des Schwimmclubs Haßberge eine Online-Petition gestartet, der sich bisher rund 3.800 Menschen angeschlossen haben. Der Zeiler SPD-Bürgermeister Thomas Stadelmann sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass niemand das Bad schließen wolle, der Stadt aber das Geld fehle, um das Bad zu halten.

Dringender Sanierungsbedarf, aber kein Geld

Das Hallenbad wurde 1974 gebaut und ist sanierungsbedürftig. Zwischen 600.000 und 700.000 Euro müssten in den nächsten zwei Jahren für den laufenden Betrieb investiert werden. Zuletzt trug die Stadt laut Stadelmann jährlich ein Defizit in Höhe von rund 250.000 Euro. Bei einer Komplettsanierung würde Stadelmann mit zwischen sechs und sieben Millionen Euro rechnen. Ein aktuelles Gutachten für einen Neubau gibt es nicht. Mangels Finanzkraft musste die Stadt erneut Stabilisierungshilfen vom Freistaat Bayern beantragen.

Im Juli 2019 könnten die Lichter ausgehen

Wenn es keine staatlichen Förderungen gibt, soll das Bad nach einem Beschluss des Zeiler Stadtrats im Juli 2019 geschlossen werden. Nach Auskunft des Würzburger Landtagsabgeordneten Georg Rosenthal sind nach einer SPD-Anfrage bei der Staatsregierung von insgesamt 113 öffentlichen Schwimmbädern in Unterfranken 56 sanierungsbedürftig. Alleine in den letzten beiden Jahren seien drei Schwimmbäder in Unterfranken dicht gemacht worden. Weitere sechs seien akut von der Schließung bedroht.


3

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Wolfgang, Freitag, 18.Mai, 14:07 Uhr

1. Wieso ist das ein Geldproblem?

Neu wurde das Hallenbad von der Gemeinde bestimmt nicht "cash" aus der Portokasse bezahlt sondern es wurden Kredite aufgenommen die zu verzinsen und zu tilgen waren.

Da die inzwischen getilgt sein dürften müsste Geld für technische Reparaturen also vefügbar sein, wie ein Häuslebauer, wenn die Hypothek getilgt ist hat man Geld für die neue Heizung.

Sonstige Kosten, je Einwohner dürften sich die Steuereinahmen inflationsbreinigt nicht abgenommen haben.

Oder gönnte man sich inzwischen vielen weiteren Luxus der in der Summe die Gemeinde überlastet, auf den Punkt gebracht Kinderkrippen ODER Hallenbad?