4

Redakteure fordern 4,5 Prozent mehr Lohn Journalisten des Main-Echos streiken

Bei der Zeitung "Main-Echo" wird seit Montagmorgen gestreikt. Etwa ein Drittel der rund 70 Redakteure am Sitz in Aschaffenburg und in den Außenstellen in den Landkreisen Miltenberg, Main-Spessart und Main-Tauber hat die Arbeit niedergelegt.

Stand: 09.04.2018

Zeitung Main-Echo | Bild: BR-Studio Mainfranken/Katja Ortlauf

Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband hatten gemeinsam zu dem Warnstreik aufgerufen. Der Streik dauert einen kompletten Tag. Die Journalisten fordern 4,5 Prozent mehr Geld für die Redakteure und arbeitnehmerähnliche Journalisten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem sollen Volontäre und Jungredakteure 200 Euro mehr erhalten.

Verleger bieten 2,6 Prozent mehr Lohn

Das Gegenangebot lautet bisher: 2,6 Prozent mehr für Redakteure ab dem ersten August. Jungredakteure sollen 120 Euro mehr erhalten – der Lohn für Volontäre wird nicht erhöht. Das Angebot bezieht sich auf 30 Monate. Somit käme eine jährliche Erhöhung von 1,04 Prozent heraus. Drei Verhandlungsrunden sind bereits gescheitert, am Montag (09. 04.18) sitzen die Vertreter beider Seiten zum vierten Mal in Frankfurt zusammen.

Angebot liegt unter der Inflationsrate

Das Angebot der Verleger liege unter der Inflationsrate und sei nicht akzeptabel, heißt es vom Deutschen Journalisten Verband. Stellvertretender Vorsitzender Andreas Schantz erkennt zumindest an, dass das Main-Echo der Verlegerfamilie Eymann noch die einzige Zeitung in Unterfranken ist, die nach Tarif bezahlt.


4