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Landgericht Würzburg Falschgeld-Prozess: Dreieinhalb Jahre Haft und Drogenentzug für 24-Jährigen

Wegen gewerbsmäßigem Betrugs und In-Verkehr-Bringens von Falschgeld hat das Landgericht Würzburg einen 24-jährigen Duisburger zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Außerdem wurde die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Stand: 05.06.2018

Eine Gruppe geht zum Eingang des Justizzentrums Würzburg  | Bild: picture-alliance/dpa

Seine Komplizin, eine 25-jährige Würzburgerin, erhielt eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung. Sie wurde der Beihilfe zur Geldwäsche und zum Betrug schuldig gesprochen. Vor Gericht zeigte sich das Paar geständig und reumütig. Der 24-Jährige erklärte, das Falschgeld diente vor allem zur Finanzierung seiner langjährigen Drogensucht. Der Duisburger, der bereits mehrfach wegen Betrugs verurteilt wurde, hatte die gut gemachten "Blüten" von einem Schrotthändler aus dem Ruhrgebiet erhalten - gegen 20 Prozent Kommission. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ermittelt gegen den Schrotthändler.

Pärchen bezahlte Ware mit "Blüten"

Im November 2017 hatten die beiden über die Internetplattform Ebay-Kleinanzeigen einen Gebrauchtwagen, ein Smartphone und eine Uhr erworben. Die Waren im Gesamtwert von 3.850 Euro bezahlten die Verurteilten bar - mit 77 "50-Euro-Blüten". Der Betrug flog auf, als einer der Geschädigten versuchte, die Banknoten auf sein Konto gutschreiben zu lassen: Der Bankautomat erkannte das Falschgeld und zog die Blüten ein. Bei der Wohnungsdurchsuchung stellte die Polizei weitere 32 "50-Euro-Blüten" sicher.


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