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Todesursache immer noch unklar Osthausen: Entsorgung der 2.000 toten Schweine vor dem Abschluss

Die Entsorgung der mehr als 2.000 verendeten Schweine von Osthausen (Lkr. Würzburg) soll heute abgeschlossen werden. Seit Montag ist eine Spezialfirma damit beschäftigt, die Kadaver aus den beiden Ställen zu bringen.

Von: Achim Winkelmann

Stand: 17.05.2018

Die Räumung der mehr als 2.000 Tierkadaver aus den Schweinemastställen bei Osthausen (Lkr. Würzburg) steht vor dem Abschluss: Wie das Landratsamt dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, wird die beauftragte Spezialfirma am Donnerstag (17.05.18) die sogenannte Entwesung beenden.

Schweine-Entsorgung in Osthausen: Stall-Betreiber muss Kosten übernehmen

Im Anschluss müssen die Gebäude noch gereinigt und desinfiziert werden. Die Kosten schätzt das Landratsamt auf eine sechsstellige Summe. Sie soll dem Betreiber in Rechnung gestellt werden. Der Anwalt des beschuldigten Landwirts hat unterdessen dementiert, dass sein Mandant, anders als es Presseberichte nahelegen, verschwunden ist.

"Mein Mandant ist nicht abgetaucht. Das ist völliger Unfug. Er hält sich ganz normal an seinem Wohnsitz auf und steht auch den Ermittlern seit Beginn der Ermittlungen zur Verfügung."

Marc Zenner, Fachanwalt für Agrarrecht

Anwalt: Betreiber des Stalls "ist nicht abgetaucht"

Sein Mandant habe sich auch weder in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen wollen, noch habe es Bestrebungen von anderen gegeben, ihn dort einweisen zu lassen, so der Anwalt. Marc Zenner rechnet damit, dass die technischen Gutachten und auch die Gutachten zum Tod der Schweine in Kürze beendet werden. "Wenn die Ergebnisse dieser Gutachten vorliegen, werden wir uns auch dazu äußern", so der Fachanwalt für Agrarrecht.

Die rund 2.000 toten Schweine in der Mastanlage im südlichen Landkreis Würzburg waren Anfang April entdeckt worden. Sie lagen aber vermutlich schon seit November in den beiden Ställen. Warum die Schweine gestorben sind, ist noch nicht bekannt.


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Mittelfranke, Donnerstag, 17.Mai, 14:55 Uhr

2. Osthausen: Entsorgung der 2.000 toten Schweine vor dem Abschluss

Mir stellen sich hier schon ein paar Fragen: 1. Wenn die Tiere bereits seit November 2017 verendet sind, wie kann es sein das das niemand bemerkt hat: Schon allein wegen des Geruchs muss das doch "meilenweit" gestunken haben. 2. Wenn der Bauer sich die Entsorgung die letzten 6 Monate nicht leisten konnte, wird er es sich jetzt auch nicht leisten können --> somit ist der Steuerzahler wieder mal dran. 3. Wo war das Veterinärsamt? 4. Wenn Gras über die Sache gewachsen ist, bekommt der ganz bestimmt wieder die Genehmigung seinen Mastbetrieb wieder auf zunehmen.

  • Antwort von Gerda, Donnerstag, 17.Mai, 18:03 Uhr

    @Mittelfranke
    Da kann ich Ihnen nur recht geben.
    Der Betreiber (Landwirt mag man ja gar nicht sagen) wird hoffentlich einer gerechten Strafe zugeführt und darf hoffentlich
    nie mehr in irgendeiner Rechtsform Tiere halten. Eine Schande für den ganzen Berufsstand.
    Unglaublich, was im Kopf und Herz mancher Leute vorgeht. Man kann sich nur fremdschämen.

hermann, Donnerstag, 17.Mai, 14:46 Uhr

1.

Die verendeten Schweine liegen seit November in dem Stall und sind im April entdeckt worden, was denkt man da über diesen verantwortlichen Landwirt ? Wie diese Tiere zu Toden kamen, wie lange das Sterben dauerte will ich mir lieber nicht vorstellen. Aber das Schlimmste: von behördlichen Seiten hört man NICHTS.