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Einsturz der Schraudenbachbrücke Gerüst-Verbindungen laut Gutachten zu schwach ausgelegt

Nachdem im Juni 2016 Teile der im Bau befindlichen Autobahn-Brücke bei Werneck eingestürzt sind, liegt jetzt das Gutachten vor: Die Verbindungselemente waren zu schwach ausgelegt. Gegen drei Verantwortliche laufen Ermittlungen.

Stand: 21.09.2017

Laut dem Gutachten ist beim Betonieren eine Gerüststütze instabil geworden. Offenbar waren Verbindungselemente des Gerüstes unterdimensioniert. Nachdem die Ursache nun feststeht, sind weitere Ermittlungen gegen die für die Berechnung der Statik und die für die Erstellung der Ausführungszeichnungen Verantwortlichen eingeleitet worden. Zudem wird auch gegen den zusätzlich eingebundenen Prüfingenieur ermittelt. Insgesamt wird derzeit gegen drei Beschuldigte wegen fahrlässiger Tötung sowie fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, deren Verantwortlichkeiten im Einzelnen nun geprüft werden müssen.

Beweismittel sichergestellt

Zwischenzeitlich wurden durch die Kriminalpolizei Schweinfurt bei den betreffenden Firmen beziehungsweise Personen Durchsuchungen durchgeführt, bei denen weitere Unterlagen sichergestellt wurden.  Wann mit einem Abschluss der Ermittlungen zu rechnen ist, ist derzeit unklar. Dies wird auch davon abhängen, ob weitere Stellungnahmen der Gutachterin erforderlich werden.

Ein Bauarbeiter stirbt bei Brückeneinsturz

Im Zuge der Erneuerung der Talbrücke Schraudenbach südlich des Autobahnkreuzes Schweinfurt/Werneck war es am 15. Juni 2016 zum Zusammenbruch eines Traggerüsts gekommen. Ein Bauarbeiter fand dabei den Tod, vierzehn Personen wurden bei dem Einsturz verletzt, davon vier lebensgefährlich und sechs schwer.


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