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Zusammenschluss mit Christian-Schad-Museum Aschaffenburger Kunsthalle Jesuitenkirche schließt bis Mai

Wegen Umbauarbeiten ist die Kunsthalle ab heute bis zum 1. Mai geschlossen. In direkter Nachbarschaft soll das Christian Schad Museum eröffnen. Um die gemeinsame Erschließung vorzubereiten, sind erste Umbauten notwendig.

Von: Katrin Küx

Stand: 15.01.2018

Die Baustelle des Christian Schad Museums und die benachbarte Kunsthalle auf einem Blick | Bild: Gernot Fäth (Stadt Aschaffenburg)

"Das neue Museumsquartier – das Schad-Museum und die Kunsthalle – bekommen einen gemeinsamen Museumsshop, einen gemeinsamen Garderoben- und Eingangsbereich. Dadurch erhoffen wir uns natürlich Synergien – dass Besucher des Schad-Museums auch den Weg in die Kunsthalle finden und umgekehrt!", so Christiane Ladleif, Leiterin der Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg.

Eröffnung Ende des Jahres geplant

Christiane Ladleif, die Leiterin der Kunsthalle, spricht von einer win-win-Situation für beide Seiten. Die Jesuitenkirche wird künftig seitlich erschlossen für Besucher, der Haupteingang gegenüber der Apsis geschlossen. Im Sommer 2015 starteten die Arbeiten am Christian-Schad-Museum in der Aschaffenburger Altstadt. Thomas Richter, Leiter der städtischen Museen, geht von einer Eröffnung Ende des Jahres aus. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

"Die Ausstellungsräume auf unseren drei Etagen sind zwar nahezu fertig, doch es stehen noch einige Arbeiten in Sachen Infrastruktur an."

Thomas Richter, Leiter der städtischen Museen

"Wir haben ein neues Treppenhaus zwischen Schad-Museum und Kunsthalle gebaut, von wo aus beide Häuser erschlossen werden. Auch die Schadographien an der Fassade sind fertig und ich bin sehr zufrieden mit der Ästhetik. Aktuell beschäftigt uns die Technik im Haus. Der Arkadenhof wird in einem weiteren Bauabschnitt eine Glaskuppel bekommen und auch die Stellwände müssen noch gebaut werden!"

Erste Ausstellung in der Jesuitenkirche ab Mai

Ab dem 3. Mai wird die Jesuitenkirche mit einer Ausstellung von Wolfgang Müllerschön wieder bespielt. Er zählt zu den profiliertesten und ungewöhnlichsten Künstlern in der Kulturregion Frankfurt-Rhein-Main und bereitet aktuell für Aschaffenburg die Ausstellung "3 Zimmer, Küche, Bad – Rauminstallationen und Objekte" vor. Seine Installationen beschäftigen sich mit Ideen und Lebensentwürfen, die jeden angehen: wie wollen wir leben – sind wir Knecht oder Herr unseres Daseins? Eine Ausstellung für alle, die den Mainstream meiden und gerne selber nachdenken.

Zur Eröffnung des Christian Schad Museums plant der international bekannte Forscher, Komponist und Konzeptkünstler Tim Otto Roth bereits "Logische Phantasien" in der Kunsthalle. Er denkt die "Schadographien" neu, nutzt die Gewölbe der ehemaligen Barockkirche als Projektionsflächen und schafft ein Gesamtkunstwerk aus Installation, Objekt, Klang und Performance, das alle Sinne berühren wird.


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