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UN-Sicherheitsrat UN-Gesandter warnt vor internationaler Eskalation in Syrien

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hat der UN-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura vor einer internationalen Eskalation des Syrien-Konfliktes gewarnt: Mehr als jemals zuvor drohten die Interessen regionaler und globaler Mächte zu "absolut verheerenden Konsequenzen" zu führen, sagte er vor dem UN-Sicherheitsrat.

Stand: 10.04.2018

04.04.2018, Schweiz, Genf: Jan Egeland, Sonderberater des UN-Sonderbeauftragten für Syrien de Mistura, spricht über die Arbeitsgruppe für den freien Zugang für Hilfslieferungen der Internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien (ISSG) im europäischen Hauptgebäude der Vereinten Nationen. Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Martial Trezzini

Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura warnt vor einer internationalen militärischen Konfrontation als Folge des Syrien-Konflikts. Eine Eskalation der derzeitigen Spannungen zwischen den Großmächten USA und Russland könnte verheerend und kaum vorstellbar sein, sagte de Mistura am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York.

Trump will Assad für Einsatz von Giftgas bestrafen

Russland hatte in der Sitzung des Rates zu Syrien die USA vor einem Angriff auf Stellungen des Assad-Regimes gewarnt. US-Präsident Donald Trump droht damit, einen Militärschlag anzuordnen. Trump will den syrischen Machthaber Baschar al-Assad für den mutmaßlichen Einsatz von Giftgas gegen die eigene Bevölkerung bestrafen.

Russland und Assad bestreiten Angriff mit Chemiewaffen

Die syrischen Weißhelme und andere Hilfsorganisationen hatten von einem Giftgasangriff der Assad-Truppen auf die Stadt Duma berichtet. Dabei seien am vergangenen Samstag Dutzende Menschen getötet worden, und Hunderte hätten Verletzungen erlitten. Assad und sein Verbündeter Russland bestreiten, dass es einen Angriff mit Chemiewaffen gegeben hat.

Hunderttausende sind auf der Flucht

In Syrien kämpfen das Assad-Regime, Rebellen und Terrorgruppen um die Macht. Russland, der Iran und schiitische Milizen unterstützen Assad. Seit 2011 starben Hunderttausende Menschen, Millionen sind auf der Flucht.


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